Island Camper Roadtrip | Skógafoss, Seljalandsfoss & Geysir
Share
Insel pur – Wasserfälle, Geysire & Naturgewalt
Island pur – Wasserfälle, Geysire & Naturgewalt
Nach einer ruhigen Nacht auf dem Campingplatz in Vík starten wir in einen Reisetag voller Naturgewalten.
Heute stehen einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Südislands auf unserem Programm. Von beeindruckenden Basaltsäulen an der Küste über die mächtigen Wasserfälle Skógafoss, Seljalandsfoss und Gljúfrabúi bis hin zum berühmten Geysir erleben wir Island von seiner kraftvollsten Seite.
Ein Tag voller Wasser, spektakulärer Landschaften und unvergesslicher Eindrücke, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Inhaltsverzeichnis
- Hálsanefshellir Cave – Basaltsäulen am schwarzen Strand
- Skógafoss – Islands pure Kraft
- Seljalandsfoss – Hinter dem Wasserfall entlang
- Gljúfrabúi – Nass bis auf die Haut
- Das DC-3 Flugzeugwrack – Ein stiller Ort voller Geschichte
- Geysir & Strokkur – Island lebt
- Unser Fazit
- Hier geht's zum passenden YouTube-Video
Hálsanefshellir Cave – Basaltsäulen am schwarzen Strand
Unser erster Stopp des Tages führt uns zur berühmten Hálsanefshellir Cave an der Südküste Islands. Schon die Anfahrt macht Lust auf mehr. Die Landschaft wirkt rau und ursprünglich. Dunkle Berge ragen in den Himmel und der Atlantik zeigt sich heute von seiner wilden Seite.
Zu unserer Überraschung ist am Parkplatz noch nicht viel los. Das freut uns natürlich, denn gerade die beliebten Sehenswürdigkeiten Islands können später am Tag sehr voll werden. Wir schnappen unsere Kameras und laufen in Richtung Strand.
Bereits am Zugang fällt uns eine orange Warnlampe auf. Sie erinnert Besucher daran, die Kraft des Meeres nicht zu unterschätzen. Die sogenannten Sneaker Waves sind an dieser Küste berüchtigt. Plötzlich auftretende Wellen haben hier bereits mehrfach für gefährliche Situationen gesorgt. Deshalb halten wir ausreichend Abstand zum Wasser und genießen die Aussicht lieber aus sicherer Entfernung.
Vor uns liegt ein beeindruckender schwarzer Sandstrand. Dahinter ragen die steilen Felswände empor. Besonders faszinierend sind die mächtigen Basaltsäulen, die sich wie riesige Pfeiler entlang der Felsen ziehen. Sie entstanden vor Tausenden von Jahren, als heiße Lava langsam abkühlte und dabei in die typischen sechseckigen Formen zerbrach.
Je näher wir kommen, desto beeindruckender wirken diese Formationen. Die Höhlen, die dunklen Felsen und die gewaltigen Wellen des Atlantiks ergeben zusammen eine Kulisse, die fast unwirklich erscheint. Genau solche Orte machen Island für uns so besonders.
Wir verbringen deutlich mehr Zeit hier als ursprünglich geplant. Es ist einer dieser Orte, an denen man einfach stehen bleibt, schaut und die Atmosphäre auf sich wirken lässt. Doch der Tag hat gerade erst begonnen und weitere Highlights warten bereits auf uns.

Skógafoss – Islands pure Kraft
Von der Küste aus fahren wir weiter zum Skógafoss. Schon während der Anfahrt wird uns klar, dass wir heute nicht die einzigen Besucher sein werden. Der Parkplatz ist deutlich voller als am Morgen und überall sehen wir Menschen mit Kameras und Drohnenrucksäcken.
Trotzdem freuen wir uns auf diesen Ort. Der Skógafoss gehört zu den bekanntesten Wasserfällen Islands und steht seit Jahren auf unserer persönlichen Wunschliste.
Bereits vom Parkplatz aus hören wir das gewaltige Rauschen des Wassers. Mit jedem Schritt wird es lauter. Dann öffnet sich der Blick und vor uns stürzt eine gewaltige Wasserwand rund 60 Meter in die Tiefe.
Die Kraft des Wassers ist beeindruckend. Der feine Sprühnebel wird vom Wind durch die Luft getragen und legt sich wie ein leichter Regen auf Kleidung und Kamera. Immer wieder entstehen kleine Regenbögen vor dem Wasserfall, die für eine fast magische Stimmung sorgen.
Obwohl sich viele Menschen vor dem Wasserfall versammeln, verliert der Ort nichts von seiner Wirkung. Im Gegenteil. Die kleinen Menschen vor der riesigen Wasserwand zeigen erst, wie gewaltig dieser Wasserfall tatsächlich ist.
Eigentlich könnte man über eine lange Treppe bis oberhalb des Wasserfalls laufen und von dort die Aussicht genießen. Doch heute ist dort oben so viel Betrieb, dass wir uns dagegen entscheiden. Stattdessen bleiben wir unten und erleben den Skógafoss aus nächster Nähe.
Für uns ist das die richtige Entscheidung. Die wahre Kraft dieses Ortes spürt man direkt am Fuß des Wasserfalls. Das Donnern des Wassers, der Sprühnebel und die schiere Größe des Skógafoss machen diesen Ort zu einem der beeindruckendsten Wasserfälle unserer gesamten Island-Reise.

Seljalandsfoss – Hinter dem Wasserfall entlang
Nach unserem Besuch am Skógafoss geht es weiter zum nächsten berühmten Wasserfall Islands: dem Seljalandsfoss.
Schon bei der Ankunft merken wir, dass auch dieser Ort äußerst beliebt ist. Der Parkplatz ist gut gefüllt und Besucher aus aller Welt machen sich auf den Weg zum Wasserfall.
Der Seljalandsfoss unterscheidet sich jedoch deutlich von vielen anderen Wasserfällen Islands. Hier führt ein schmaler Pfad direkt hinter den herabstürzenden Wassermassen entlang. Genau das macht diesen Ort so besonders.
Schon beim ersten Blick verstehen wir, warum dieser Wasserfall zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands gehört. Das Wasser fällt aus rund 60 Metern Höhe über eine ehemalige Klippe in die Tiefe. Dahinter öffnet sich ein natürlicher Hohlraum, durch den Besucher hindurchlaufen können.
Natürlich wissen wir bereits vorher, dass wir dabei nicht trocken bleiben werden.
Trotz Regenjacke und wetterfester Kleidung dauert es nicht lange, bis die ersten Tropfen ihren Weg finden. Der Wind trägt den Sprühnebel durch die Luft und macht jede Umrundung des Wasserfalls zu einem kleinen Abenteuer.
Doch genau das macht den Reiz dieses Ortes aus. Für einen kurzen Moment befinden wir uns mitten in der Naturgewalt. Das Wasser rauscht direkt neben uns vorbei und eröffnet ständig neue Perspektiven auf die umliegende Landschaft.
Auch wenn viele Menschen unterwegs sind, gelingt es uns immer wieder, Momente der Ruhe einzufangen. Island schafft es selbst an beliebten Orten, eine besondere Atmosphäre zu bewahren.


Gljúfrabúi – Nass bis auf die Haut
Nur wenige Gehminuten vom Seljalandsfoss entfernt wartet bereits das nächste Highlight. Viele Besucher laufen daran vorbei, ohne zu ahnen, was sich hinter dem schmalen Zugang verbirgt.
Der Gljúfrabúi versteckt sich in einer engen Felsspalte und wirkt fast wie ein Geheimtipp.
Bereits der Weg hinein macht deutlich, dass wir heute erneut nicht trocken bleiben werden. Über Steine und kleine Wasserläufe gelangen wir in die Schlucht. Mit jedem Meter wird das Donnern des Wassers lauter.
Dann öffnet sich die Schlucht und vor uns erscheint der Wasserfall.
Das Wasser stürzt direkt von oben in die Höhle und sorgt für eine beeindruckende Atmosphäre. Alles glitzert, alles bewegt sich und innerhalb weniger Minuten sind wir komplett nass.
Trotzdem gehört dieser Ort für uns zu den schönsten Wasserfällen des Tages. Die Kombination aus Enge, Licht und Wasser macht den Gljúfrabúi zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Das DC-3 Flugzeugwrack – Ein stiller Ort voller Geschichte
Nach den gewaltigen Wasserfällen wartet ein völlig anderer Ort auf uns. Mitten in der Landschaft befindet sich eines der bekanntesten Flugzeugwracks Islands.
Schon bei der Ankunft fällt uns auf, wie ruhig es hier ist. Keine tosenden Wassermassen, kein aufsteigender Dampf, sondern einfach nur Weite und Stille.
Die DC-3 gehörte zur US Navy und musste im Jahr 1973 nach einem technischen Problem notlanden. Glücklicherweise konnte die gesamte Besatzung das Flugzeug unverletzt verlassen.
Heute liegt das Wrack noch immer an seinem Platz und ist zu einem beliebten Fotomotiv geworden. Die Kombination aus der verlassenen Maschine und der rauen isländischen Landschaft erzeugt eine ganz besondere Atmosphäre.
Wir nehmen uns Zeit, um den Ort auf uns wirken zu lassen. Es ist faszinierend, wie unterschiedlich die Sehenswürdigkeiten Islands sein können. Während die Wasserfälle von Bewegung und Kraft leben, strahlt das Flugzeugwrack eine fast schon nachdenkliche Ruhe aus.

🛒 Unsere persönliche Reiseausrüstung
Diese Ausrüstung begleitet uns auf unseren Reisen durch Island, Norwegen, Schottland und die Schweiz. Hier findet ihr unsere bewährten Produkte für Foto, Video und Camping.
Die Links auf dieser Seite sind Affiliate-Links. Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten. Vielen Dank für deine Unterstützung.
➡️ Hier geht's zu unserer Reiseausrüstung
Geysir & Strokkur – Island lebt
Am späten Nachmittag erreichen wir unseren Campingplatz direkt beim berühmten Geysir.
Da hier ab 18 Uhr Drohnenflüge erlaubt sind, machen wir uns direkt auf den Weg. Schon beim Aussteigen steigt uns der typische Schwefelgeruch in die Nase. Überall dampft und brodelt es. Der Boden wirkt lebendig und erinnert daran, dass Island auf einer der aktivsten Vulkanregionen der Erde liegt.
Der große Geysir selbst, der dieser Region ihren Namen gegeben hat, zeigt sich heute ruhig. Früher schleuderte er regelmäßig gewaltige Wassermassen in die Luft, doch mittlerweile bricht er nur noch selten aus.
Ganz anders sein Nachbar Strokkur.
Alle paar Minuten beginnt das Wasser zu brodeln. Die Oberfläche wölbt sich nach oben, als würde sie gleich platzen. Sekunden später schießt eine gewaltige Fontäne aus heißem Wasser in die Luft.
Jedes Mal bleiben die Besucher stehen und beobachten dieses faszinierende Naturschauspiel.
Besonders aus der Luft wird deutlich, wie aktiv diese Landschaft ist. Dampf steigt aus dem Boden auf, kleine Wasserbecken blubbern vor sich hin und überall erkennt man die Kraft, die tief unter der Oberfläche verborgen liegt.
Für uns ist dies der perfekte Abschluss eines Tages voller Naturgewalten.
Weiterfahrt und Tagesabschluss
Nach den Aufnahmen kehren wir zurück zu unserem Wohnmobil.
Während draußen langsam die Abendstimmung einsetzt, lassen wir die Erlebnisse des Tages noch einmal Revue passieren. Von den schwarzen Stränden der Südküste über die gewaltigen Wasserfälle bis hin zu den heißen Quellen des Golden Circle haben wir heute einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands erlebt.
Müde, aber glücklich genießen wir den Abend auf dem Campingplatz und freuen uns bereits auf die nächsten Abenteuer.
Unser Fazit
Dieser Reisetag gehört ohne Zweifel zu den abwechslungsreichsten unserer gesamten Island-Reise.
Die beeindruckenden Basaltsäulen der Hálsanefshellir Cave, die gewaltigen Wasserfälle Skógafoss, Seljalandsfoss und Gljúfrabúi, das geschichtsträchtige DC-3 Flugzeugwrack sowie die faszinierenden Kräfte rund um Geysir und Strokkur zeigen eindrucksvoll, warum Island zu den spektakulärsten Reisezielen Europas gehört.
Jeder Ort hatte seinen ganz eigenen Charakter und genau diese Vielfalt macht eine Reise durch Island so besonders.
Und das Beste: Viele weitere Abenteuer warten bereits auf uns.
Hier geht's zum passenden YouTube-Video
Schweiz mit dem Wohnmobil entdecken 🇨🇭🚐

Majestätische Alpenpässe, türkisfarbene Bergseen, beeindruckende Wasserfälle und spektakuläre Gletscher – die Schweiz gehört für uns zu den schönsten Reisezielen Europas.
➡️ Zu unseren Schweiz-Abenteuern
