Schottland mit dem Wohnmobil: Lost Place Hartwood Hospital

Durch die Schweizer 🇨🇭 Alpen in Frühling | Atemberaubende Aussicht | Besuch am AescherGasthof

Unsere erste Reise mit dem Wohnmobil durch Schottland beginnt alles andere als entspannt. Staus auf der Anreise, Probleme beim Check-in in Calais und schließlich eine Fähre, die ohne uns ablegt – so hatten wir uns den Start wirklich nicht vorgestellt.

Doch irgendwie schaffen wir es trotzdem nach Großbritannien und schließlich nach Schottland. Dort wartet mit dem Hartwood Hospital direkt ein ganz besonderer Lost Place auf uns. Der weitläufige Krankenhauskomplex, die ehemalige Psychiatrie und ein fast vergessener Friedhof hinterlassen bei uns einen bleibenden Eindruck.

Später geht es weiter an die schottische Küste zu Dunnottar Castle und schließlich nach Aberdeen, wo unser erster richtiger Tag in Schottland mit Delfinen und Füchsen endet.


📍 Inhaltsverzeichnis:


Unsere Wohnmobilreise nach Schottland beginnt

Am 28. Mai 2025 geht es endlich los. Unsere erste Wohnmobilreise nach Schottland beginnt.

Unser Ziel für diesen Tag ist Calais, denn von dort wollen wir am nächsten Morgen mit der Fähre nach Großbritannien übersetzen.

Doch bereits die Anreise verlangt uns einiges an Geduld ab.

In Deutschland stehen wir immer wieder im Stau. Egal, welche Strecke wir nehmen – so richtig vorwärts geht es nicht. Dabei wollen wir unbedingt noch am selben Abend Calais erreichen.

Sobald wir Deutschland hinter uns lassen, läuft es deutlich besser. Durch die Niederlande kommen wir ohne größere Probleme.

Bei Antwerpen wartet allerdings schon der nächste Stau auf uns. Rund 45 Minuten Verzögerung kommen noch einmal dazu.

Trotzdem erreichen wir gegen 23 Uhr den Hafen von Calais.

Beleuchtetes DFDS-Terminalgebäude bei Dunkelheit mit großem DFDS-Logo und einem Halteverbotsschild im Vordergrund.
Am frühen Morgen am DFDS-Terminal in Calais – hier begann das Chaos rund um unsere Buchung und die verpasste Fähre.

Viel Zeit zum Schlafen bleibt nicht mehr. Wir bleiben direkt am Hafen, stellen den Wecker auf 4 Uhr morgens und versuchen, wenigstens noch ein paar Stunden Ruhe zu bekommen.


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Chaos beim Check-in und die verpasste Fähre

Um vier Uhr klingelt der Wecker.

Wir stehen damit zwei Stunden vor der geplanten Abfahrt auf. Das hatte bei unseren bisherigen Fährfahrten eigentlich immer gereicht.

Dieses Mal sollte es anders kommen.

Bevor wir zum Check-in fahren, machen wir noch ein paar Aufnahmen. Dann beginnt das Chaos.

Unsere Buchungsnummer ist plötzlich nicht im System zu finden.

Wir werden zum Office geschickt. Dort müssen wir zunächst warten, weil das System neu gestartet werden soll. Zum Glück wird unsere Buchung schließlich doch gefunden und wir können weiter zur Lane 1117.

Die französische Zollkontrolle läuft ohne größere Probleme.

Doch vor der britischen Passkontrolle beginnt die nächste Warterei.

Etwa eineinhalb Stunden stehen wir dort.

Als wir endlich durch sind, sind wir ungefähr eine halbe Stunde zu spät.

Unsere Fähre ist weg.

In diesem Moment sind wir einfach nur genervt. Wir waren früh aufgestanden, hatten genügend Zeit eingeplant und trotzdem ist das Schiff ohne uns abgefahren.


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Doch noch auf die Fähre – endlich Richtung Schottland

Das zuständige Office soll erst um neun Uhr öffnen.

Uns bleibt zunächst also nichts anderes übrig, als zu warten.

Nach ungefähr einer Stunde taucht plötzlich jemand auf und bedeutet uns, ihm zu folgen.

Dann geht alles ziemlich schnell.

Mit ordentlich Tempo fahren wir hinter ihm durch das Hafengelände.

Und tatsächlich:

Wir dürfen noch als Letzte auf ein anderes Schiff fahren.

Was für ein Glück.

Kaum stehen wir auf der Fähre, fällt der ganze Stress des Morgens langsam von uns ab.

Doch ganz geschafft haben wir es noch nicht.

Nach der Überfahrt geht es weiter Richtung Norden und wieder stehen wir immer wieder im Stau.

Die Fahrt zieht sich deutlich länger als gehofft.

Smartwatch am Handgelenk mit einer Telekom-Willkommensmeldung an Bord.
An Bord angekommen – selbst die Smartwatch begrüßt uns direkt mit der Telekom-Willkommensmeldung für die Internetnutzung auf dem Schiff.

Erst am Mittag erreichen wir schließlich  Dover

Weiße P&O-Fähre im Hafen vor nebligen Kreidefelsen.Nach dem ganzen Chaos im Hafen sind wir endlich unterwegs – vor uns liegt die Überfahrt nach Großbritannien.

Wir sind endlich in Schottland.


Unser erster Morgen in Schottland

Am nächsten Morgen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

Nach dem langen Anreisetag beginnt nun endlich der eigentliche Teil unserer Reise.

Unser erstes Ziel ist allerdings keine typische schottische Sehenswürdigkeit.

Wir fahren zum Hartwood Hospital.

Schon bei der Anfahrt merken wir, dass uns dort ein ganz besonderer Ort erwartet.

Ein weitläufiges Gelände, verlassene Gebäude und eine Stimmung, die kaum zu beschreiben ist.

Für uns ist Hartwood der erste große Höhepunkt dieser Schottlandreise.


Lost Place Hartwood Hospital

Das Hartwood Hospital ist ein beeindruckender Lost Place.

Schon von außen lässt sich erkennen, wie groß der frühere Krankenhauskomplex einmal gewesen sein muss.

Zwischen Bäumen und hoher Vegetation stehen die verlassenen Gebäude. Fassaden sind beschädigt, Dächer teilweise stark in Mitleidenschaft gezogen und überall ist zu sehen, wie sich die Natur das Gelände langsam zurückholt.

Das Gelände selbst ist gesichert.

Wir betreten die Gebäude und das abgesperrte Gelände deshalb nicht.

Luftaufnahme eines großen verlassenen Steingebäudes mit Innenhof, beschädigten Fenstern und überwucherter Umgebung in Schottland.Aus der Luft wird erst richtig sichtbar, wie groß und verlassen der Gebäudekomplex des Hartwood Hospital ist.

Kirsten versucht stattdessen, mit dem Teleobjektiv möglichst viele Details von außen einzufangen.

Zusätzlich entstehen Aufnahmen aus der Luft.

Gerade aus dieser Perspektive wird erst richtig sichtbar, wie weitläufig Hartwood ist.

Es ist einer dieser Orte, bei denen man automatisch etwas länger stehen bleibt.

Nicht nur wegen des Verfalls.

Man fragt sich unweigerlich, was sich hinter diesen Mauern in all den Jahren abgespielt hat.


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Die ehemalige Psychiatrie von Hartwood

Zum weitläufigen Komplex von Hartwood gehörte auch eine psychiatrische Einrichtung.

Wenn man heute auf die verlassenen Gebäude schaut, sieht man zunächst einen Lost Place.

Doch dieser Ort war einmal viel mehr als das.

Hier lebten, arbeiteten und wurden über viele Jahre Menschen behandelt.

Genau dieser Gedanke verändert die Wirkung des Geländes.

Verfallener Gebäudekomplex mit hohem Uhrturm, leeren Fensteröffnungen und abgesperrtem Gelände.Ein weiterer Blick auf das Hartwood Hospital – besonders der markante Uhrturm zeigt, wie eindrucksvoll und weitläufig der verlassene Komplex ist.

Die leeren Fenster, langen Gebäudeflügel und verfallenen Mauern sind nicht einfach nur eine spannende Fotokulisse.

Sie gehören zu einem Ort, der für viele Menschen ein wichtiger Teil ihres Lebens war.

Das macht Hartwood für uns gleichzeitig faszinierend und bedrückend.

Wir bleiben draußen und beobachten das Gelände aus sicherer Entfernung.

Je länger wir dort sind, desto stärker wird uns bewusst, dass hinter diesem Lost Place viele persönliche Geschichten stehen.

Und kurz darauf bekommen wir einen kleinen Einblick in eine ganz andere Seite von Hartwood.


Der fast vergessene Friedhof von Hartwood

Während unseres Besuchs spricht uns ein älterer Mann an.

Er möchte uns etwas zeigen.

Wir folgen ihm durch das hohe Gras.

Schließlich erreichen wir einen alten Friedhof, der zum Gelände gehört.

Zwischen Gras und Vegetation entdecken wir schlichte Grabkennzeichnungen.

Der Mann erzählt uns etwas über Menschen, die hier begraben liegen.

In diesem Moment verändert sich unser Blick auf Hartwood noch einmal.

Aus dem Lost Place wird plötzlich ein Ort mit echten Lebensgeschichten.

Wir stehen eine ganze Weile dort.

Still.

Nachdenklich.

Und auch ein wenig traurig.

Mit dieser Begegnung hatten wir überhaupt nicht gerechnet.

Gerade deshalb gehört sie für uns zu den Momenten dieser Reise, die wahrscheinlich besonders lange im Gedächtnis bleiben.

Manchmal sind es eben nicht die großen Sehenswürdigkeiten, sondern solche ungeplanten Begegnungen, die eine Reise besonders machen.


Frühstück im Wohnmobil und weiter Richtung Küste

Nach dem Besuch in Hartwood brauchen wir erst einmal eine Pause.

Zurück am Wohnmobil gibt es Frühstück.

Dabei kommt auch unser Omnia-Backofen zum Einsatz.

Nach diesem intensiven Vormittag tut es gut, kurz zur Ruhe zu kommen.

Danach packen wir wieder alles zusammen und machen uns auf den Weg Richtung Küste.

Damit verändert sich die Stimmung des Tages komplett.

Vom düsteren Lost Place geht es nun zu einer der bekanntesten Burgruinen an der schottischen Küste.

Unser nächstes Ziel ist Dunnottar Castle.


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Dunnottar Castle bei Stonehaven

Wir fahren weiter nach Stonehaven.

Dort liegt Dunnottar Castle spektakulär auf einer felsigen Landzunge über dem Meer.

Luftaufnahme von Dunnottar Castle auf einer felsigen Landzunge an der schottischen Küste.Dunnottar Castle bei Stonehaven liegt spektakulär auf einer felsigen Landzunge direkt über dem Meer.

Schon der Blick von außen ist beeindruckend.

Als wir ankommen, ist die Burg allerdings bereits geschlossen.

Eine Besichtigung ist deshalb für uns nicht mehr möglich.

Trotzdem bereuen wir den Stopp nicht.

Die Lage über dem Meer und die schottische Küstenlandschaft machen Dunnottar Castle auch von außen zu einem besonderen Ort.

Nach dem verlassenen Hartwood Hospital wirkt dieser Teil des Tages fast wie ein kompletter Szenenwechsel.

Jetzt sind wir plötzlich mitten in dem Schottland, das viele sofort vor Augen haben:

raue Küste, alte Mauern und das Meer direkt darunter.

Wir genießen die Aussicht, machen unsere Aufnahmen und fahren anschließend weiter Richtung Aberdeen.


Aberdeen: Stellplatz am Meer, Delfine und Füchse

Am Abend erreichen wir Aberdeen.

Dort finden wir einen Stellplatz direkt am Meer.

Nach der langen Anreise und den vielen Eindrücken dieses Tages ist das genau der richtige Platz, um langsam etwas zur Ruhe zu kommen.

Doch Schottland hält noch eine Überraschung für uns bereit.

Kirsten entdeckt mit der Kamera plötzlich drei Delfine in der Bucht.

Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet.

Und als wäre das noch nicht genug, bekommen wir später noch weiteren tierischen Besuch.

Zwei Füchse tauchen in der Nähe unseres Wohnmobils auf.

Nach dem chaotischen Start unserer Reise ist das ein wunderschöner Abschluss für unseren ersten richtigen Tag in Schottland.

Wir sitzen am Meer und lassen die vergangenen Stunden noch einmal Revue passieren.

Die Staus und die verpasste Fähre fühlen sich jetzt plötzlich schon ziemlich weit weg an.


Weiter geht unsere Schottlandreise

Unsere Reise durch Schottland ist hier noch lange nicht zu Ende. Im nächsten Teil geht es weiter mit neuen Orten, Erlebnissen und Eindrücken unserer Wohnmobilreise.

➡️ Zum nächsten Reisebericht:
https://wickieontour.com/blogs/schottland/schottland-roadtrip-teil-2-seehunde-highland-kalber-das-marchenschloss-eilean-donan-castle

➡️ Alle unsere Schottland-Reiseberichte:
https://wickieontour.com/blogs/schottland

 


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Unser Fazit: Ein holpriger Start in eine besondere Schottlandreise

Unsere erste Reise mit dem Wohnmobil durch Schottland beginnt definitiv anders, als wir es geplant hatten.

Staus, Probleme beim Check-in und eine verpasste Fähre hätten den Start kaum chaotischer machen können.

Doch am Ende schaffen wir es nach Schottland.

Und schon unser erster richtiger Reisetag zeigt uns, wie abwechslungsreich dieses Land ist.

Das Hartwood Hospital ist für uns das prägendste Erlebnis dieser Folge. Nicht nur wegen des verlassenen Krankenhauskomplexes und der ehemaligen Psychiatrie, sondern besonders wegen der unerwarteten Begegnung auf dem alten Friedhof.

Mit Dunnottar Castle erleben wir anschließend die raue schottische Küste, bevor unser Tag bei Aberdeen mit Delfinen und Füchsen endet.

Was für ein Start.

Chaotisch, nachdenklich, überraschend und am Ende einfach nur schön.

Unsere Schottlandreise hat gerade erst begonnen.


Schottland mit dem Wohnmobil: Lost Place Hartwood Hospital
https://youtu.be/O7NOX17vIOc

Wenn ihr unsere Reise lieber in bewegten Bildern erleben möchtet, schaut gerne auf unserem YouTube-Kanal Wickie On Tour vorbei. Dort nehmen wir euch mit über alle fünf Alpenpässe, zeigen unsere Stellplätze und teilen viele weitere Eindrücke und Erlebnisse, die in einem Blog nur schwer festzuhalten sind.

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