Schweiz mit dem Wohnmobil – Diese Reise lief ganz anders als geplant
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Ein paar Tage frei – und für uns war schnell klar: Wir wollen wieder in die Schweiz. Also hieß es Wohnmobil startklar machen, Dayo einpacken und los.
Gerade für eine kurze Auszeit ist die Schweiz für uns immer wieder reizvoll. Die Landschaft verändert sich oft innerhalb weniger Kilometer, und zwischen Pässen, Wasserfällen, Schluchten und kleinen Wanderungen findet sich eigentlich immer etwas, das zu uns passt. Auch dieses Mal wollten wir einfach ein paar schöne Tage unterwegs sein, fotografieren, filmen und die Natur genießen.
Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Diese kurze Wohnmobilreise durch die Schweiz würde uns gleich mehrfach dazu bringen, unsere Pläne über den Haufen zu werfen.
Schon am ersten Abend machten uns defekte Drohnenakkus und eine ebenfalls defekte Bluetti einen Strich durch die Rechnung. Danach kamen Regen, Wind, volle Ausflugsziele und spontane Routenänderungen dazu. Und als wir glaubten, nun endlich einen Plan zu haben, standen wir bei den Trümmelbachfällen mit Dayo schon am Eingang wieder vor dem nächsten Problem.
Trotzdem wurde es keine schlechte Reise. Im Gegenteil.
Wir hatten ruhige Stunden in Curaglia, schöne Stopps am Wasser, eine Fahrt durch das Verzasca-Tal, Murmeltiere am Grimselpass, einen sonnigen Morgen am Sustenpass und zum Abschluss noch einmal einen Abstecher zum Klausenpass.
Genau diese Mischung aus Planung und Improvisation macht das Reisen mit dem Wohnmobil für uns aus.
📍 Inhaltsverzeichnis
- Anreise und erster Abend in Curaglia
- Defekte Drohnenakkus und eine defekte Bluetti
- Cascade Wasserfall und Val Cristallina
- Spontan weiter ins Verzasca-Tal
- Eine Nacht mit Regen und Wind
- Mit dem Wohnmobil über den Grimselpass
- Murmeltiere am Grimselpass
- Lauterbrunnen und die Trümmelbachfälle
- Weiterfahrt zum Sustenpass
- Wanderung mit Blick auf den Steingletscher
- Zum Abschluss noch einmal Klausenpass
- Unser Fazit
Anreise und erster Abend in Curaglia
Unsere Reise begann ganz entspannt.
Am Vortag hatten wir unterwegs noch einmal in Deutschland übernachtet. So konnten wir am nächsten Morgen in Ruhe weiterfahren und mussten nicht gleich zu Beginn unnötig viele Kilometer am Stück machen.
Gegen 16 Uhr kamen wir schließlich in Curaglia an.
Unser ruhiger Stellplatz in Curaglia – genau der richtige Ort, um nach der Anreise erst einmal anzukommen und die Berglandschaft zu genießen.
Dort fanden wir einen ruhigen Stellplatz, der für unsere erste Nacht genau richtig war. Nach der Fahrt wollten wir gar nicht mehr viel unternehmen. Wohnmobil abstellen, ankommen, etwas runterkommen und den Tag entspannt ausklingen lassen – mehr brauchten wir in diesem Moment nicht.
Der Stellplatz kostete bei unserem Aufenthalt ungefähr 25 Euro. Ein Dixi war ebenfalls vorhanden.
Für uns war das ein angenehmer Start in die Reise. Kein Trubel, kein volles Programm und einfach erst einmal Zeit, wirklich anzukommen.
Gerade an solchen ersten Reisetagen merken wir immer wieder, wie wichtig ein ruhiger Stellplatz sein kann. Man ist noch nicht richtig im Reisemodus, hat die Anfahrt im Kopf und möchte nicht sofort schon wieder von einem Programmpunkt zum nächsten hetzen.
Eigentlich hätten wir den Abend also einfach entspannt ausklingen lassen können.
Dann wollten wir noch die Drohne starten.
Und damit begann bereits die erste Überraschung dieser Reise.
Unsere Schweiz-Highlights als Video 🎬
Defekte Drohnenakkus und eine defekte Bluetti
Drohnenaufnahmen gehören für uns mittlerweile bei vielen Reisen einfach dazu.
Gerade in der Schweiz mit ihren Tälern, Bergen und Passstraßen entstehen aus der Luft oft Perspektiven, die man vom Boden aus gar nicht so einfangen kann. Deshalb wollten wir auch in Curaglia noch ein paar Aufnahmen machen.
Doch schnell zeigte sich: Unsere Drohnenakkus machten Probleme.
Alle drei Akkus der Dji Air 3S waren defekt und nicht so nutzbar, wie wir es gewohnt waren.
Das war natürlich alles andere als ideal, denn gerade bei einer kurzen Reise ist es ärgerlich, wenn ein Teil der Ausrüstung schon am ersten Tag ausfällt.
Unsere erste Idee war, die Akkus über die Bluetti Elite 300 zu laden.
Doch auch dort kam direkt die nächste Überraschung.
Die Bluetti war ebenfalls defekt.
Damit hatten wir gleich zwei technische Probleme auf einmal.
So hatten wir uns den Start in unsere Schweiz-Tour definitiv nicht vorgestellt.
Wir standen also vor der Wahl: lange ärgern oder improvisieren.
Zum Glück hatten wir noch die DJI Neo 2 dabei. Also beschlossen wir, damit weiterzuarbeiten und aus der Situation das Beste zu machen.
Natürlich ersetzt das nicht einfach alles, was ursprünglich geplant war. Aber auf Reisen bringt es wenig, sich an Dingen festzubeißen, die man gerade ohnehin nicht ändern kann.
Also wurde die Neo 2 für diese Tour deutlich wichtiger als gedacht.
Für diesen ersten Abend stand sowieso nichts mehr auf dem Programm. Deshalb beschlossen wir, die Technikprobleme erst einmal abzuhaken und einfach die Ruhe auf dem Stellplatz zu genießen.
So begann unsere Reise zwar anders als geplant – aber immerhin ziemlich ruhig.
Alle unsere Reisen auf einen Blick

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Cascade Wasserfall und Val Cristallina
Nach einer angenehm ruhigen Nacht starteten wir am nächsten Morgen in unseren ersten richtigen Reisetag in der Schweiz.
Unser erstes Ziel war der Cascade Wasserfall.
Vom Parkplatz aus ging es nur ein kleines Stück zu Fuß hinunter. Der Weg war überschaubar und schon nach kurzer Zeit waren wir am Wasserfall angekommen.
Auch Dayo war natürlich mit dabei.
Für uns ist es immer schön, wenn sich ein Ziel problemlos mit Hund besuchen lässt. Gerade bei kurzen Wanderungen oder kleinen Naturstopps gehört Dayo für uns einfach dazu.
Der Cascade Wasserfall war unser erster Naturstopp auf dieser Schweiz-Reise – klein, ruhig und eingebettet in viel Grün.
Vor Ort gab es eine Möglichkeit, sich hinzusetzen und die Umgebung ein wenig zu genießen.
Solche Plätze mögen wir sehr, weil man nicht das Gefühl hat, nur kurz anzuhalten, ein Foto zu machen und direkt weiterzumüssen.
Wir blieben also einen Moment dort, schauten uns die Umgebung an und machten natürlich auch wieder einige Aufnahmen.
Da unsere anderen Drohnenakkus nicht funktionierten, kam erneut die DJI Neo 2 zum Einsatz.
Danach ging es weiter zur Val Cristallina.

Zwischen Bergflanken, Felsen und einem klaren Gebirgsbach nehmen wir uns Zeit, die Landschaft in Ruhe auf uns wirken zu lassen.
Die Schlucht war wieder genau so ein Ort, bei dem für Kirsten schnell klar war: Kamera raus.
Felsen, Schlucht und Natur bieten einfach zu viele Motive, um die Kamera im Wohnmobil zu lassen.
Vor Ort gab es allerdings auch einen wichtigen Hinweis: Das Gebiet wird militärisch genutzt. Deshalb sollte man nichts Unbekanntes vom Boden aufheben.
Solche Hinweise gehören für uns genauso zu einem Reisebericht wie schöne Bilder. Wer unterwegs ist, sollte nicht nur schauen, was es zu fotografieren gibt, sondern auch auf die Hinweise vor Ort achten.
Während wir dort unterwegs waren, änderte sich das Wetter.
Es begann zu nieseln.
Noch nicht dramatisch, aber genug, um uns wieder Richtung Wohnmobil zu bewegen.
Und schon standen wir vor der nächsten Entscheidung.
Bleiben wir?
Warten wir?
Oder fahren wir einfach weiter?
Wir entschieden uns für Letzteres.
Spontan weiter ins Verzasca-Tal
Unser neuer Plan führte uns ins Verzasca-Tal.
Die Gegend wollten wir sowieso gerne sehen, also passte die spontane Routenänderung eigentlich ganz gut.
Genau das mögen wir am Reisen mit dem Wohnmobil: Wenn das Wetter nicht passt oder ein Ziel spontan ausfällt, können wir relativ schnell neu entscheiden.
Unterwegs machten wir noch einen kurzen Stopp an einem Fluss, der direkt aus einer Höhle kam.

Unterwegs entdeckten wir diese alte Steinbrücke – direkt daneben tritt ein Bach aus einer Felsspalte hervor. Einer dieser ungeplanten Stopps, die unterwegs besonders spannend sind.
So etwas hatten wir bis dahin noch nicht gesehen.
Solche kleinen ungeplanten Entdeckungen bleiben am Ende oft genauso stark in Erinnerung wie die Orte, die vorher groß auf der Liste standen.
Natürlich entstanden auch hier wieder ein paar Aufnahmen, bevor wir weiterfuhren.
Im Verzasca-Tal angekommen, kam allerdings die nächste Überraschung.
Trotz des eher mäßigen Wetters war dort richtig viel los.
Damit hatten wir so nicht gerechnet.
Wir fuhren deshalb zunächst weiter, weil es an den ersten Stellen nicht so einfach war, irgendwo in Ruhe zu stehen.
Dadurch konnten wir zunächst nur einige Aufnahmen während der Fahrt machen.
Ein paar Kilometer später fanden wir dann doch noch eine Möglichkeit zum Parken.
Das war perfekt für eine kleine Runde mit Dayo.
Und weil die Verzasca direkt neben uns vorbeifloss, durfte natürlich auch ein Bad nicht fehlen.

Für Dayo gehörte natürlich auch eine kleine Abkühlung dazu – zwischen den Felsen ging es direkt ins klare Wasser.
Dayo ließ sich das jedenfalls nicht entgehen.
Für uns war das wieder so ein typischer Reisemoment: Eigentlich hatten wir uns den Tag anders vorgestellt, aber genau dadurch entstand ein schöner Zwischenstopp, den wir so gar nicht geplant hatten.
Danach ging es weiter Richtung Nufenenpass.

Am Nufenenpass zeigte sich das Wetter bereits deutlich rauer – graue Wolken, karge Berglandschaft und unser Wohnmobil mitten in dieser beeindruckenden Hochgebirgsstimmung.
Dort wollen wir die Nacht verbringen.

Dunkle Wolken und einzelne Lichtstrahlen über den Bergen – genau so wechselhaft zeigte sich das Wetter auf dieser Etappe unserer Schweiz-Reise.
Im Nachhinein war das allerdings eine Entscheidung, über die wir am nächsten Morgen durchaus noch einmal nachdenken konnten.
Eine Nacht mit Regen und Wind
Die Nacht war alles andere als angenehm.
Regen, kräftiger Wind und ordentliches Geschaukel im Wohnmobil sorgten dafür, dass an wirklich ruhigen Schlaf kaum zu denken war.
Wer schon einmal bei starkem Wind im Wohnmobil übernachtet hat, kennt dieses Gefühl wahrscheinlich.
Man liegt im Bett, hört den Wind und merkt bei jeder stärkeren Böe, dass das Fahrzeug arbeitet.
Irgendwann beschlossen wir sogar, das Wohnmobil noch einmal umzustellen.
Wir hofften, dadurch etwas ruhiger zu stehen.
Ob es wirklich viel geholfen hat, lässt sich schwer sagen.
Gemütlich war die Nacht jedenfalls nicht.
Am nächsten Morgen sah das Wetter zunächst ebenfalls nicht besonders einladend aus.
Es regnete noch immer.
Nach dem ersten Kaffee ging Kirsten erst einmal mit Dayo raus.
Und dann kam wieder die inzwischen bekannte Frage:
Wie geht es weiter?
Nach Hause fahren wollten wir noch nicht.
Dafür waren wir einfach noch nicht bereit.
Also entstand der nächste Plan.
Wir wollten noch einmal Richtung Lauterbrunnen fahren und uns dort die Trümmelbachfälle anschauen.
Dafür mussten wir erneut über den Grimselpass.
Und darüber waren wir ehrlich gesagt überhaupt nicht traurig.
Unsere Highlights als Video 🎬
Mit dem Wohnmobil über den Grimselpass
Der Grimselpass gehört für uns zu den schönsten Pässen überhaupt.
Wir sind dort nicht zum ersten Mal unterwegs, aber die Strecke begeistert uns trotzdem immer wieder.
Gerade bei einer Wohnmobilreise durch die Schweiz sind solche Passstraßen für uns nicht einfach nur eine Verbindung von A nach B.
Die Fahrt selbst gehört zum Erlebnis.
Auch an diesem Tag war die Landschaft wieder beeindruckend, obwohl das Wetter nicht perfekt war.
Immer wieder konnten wir schneebedeckte Bergspitzen sehen.
Gleichzeitig hing viel Nebel zwischen den Bergen, wodurch die Sicht teilweise eingeschränkt war.
Aber genau das hatte auch etwas.
Die Landschaft wirkte dadurch deutlich rauer und weniger wie die typische Postkartenansicht.
Für uns muss eine Reise nicht nur aus blauem Himmel bestehen.
Natürlich freut man sich über Sonne, aber auch Wolken, Nebel und wechselndes Wetter gehören in den Alpen einfach dazu.
Und auf dem Grimselpass wartete an diesem Tag noch ein echtes Highlight auf uns.
Murmeltiere am Grimselpass
Oben machten wir noch einmal einen Stopp.
Kirsten wollte unbedingt versuchen, Murmeltiere vor die Kamera zu bekommen.
Bei Wildtieren weiß man natürlich nie, ob das klappt.
Man kann lange warten und nichts sehen.
Oder man hat einfach Glück.
Und dieses Mal hatten wir Glück.

Am Grimselpass hatten wir Glück und konnten die Murmeltiere im Gehege ganz in Ruhe beobachten und fotografieren.
Die Murmeltiere zeigten sich tatsächlich.
Und nicht nur für ein paar Sekunden.
Wir konnten sie eine ganze Weile beobachten und Kirsten hatte dadurch genug Zeit für ihre Aufnahmen.
Für uns sind solche Begegnungen immer etwas Besonderes.
Nicht nur, weil schöne Fotos entstehen können.
Sondern weil man für einen Moment einfach stehen bleibt und nur schaut.

Noch ein schöner Moment am Murmeltiergehege: Dieses Murmeltier ließ sich ganz entspannt beobachten und fotografieren.
Gerade auf einer Reise, bei der an mehreren Stellen Pläne geändert werden mussten, war das ein richtig schöner Moment.
Irgendwann mussten wir aber weiter.
Denn unser eigentliches Ziel für diesen Tag lag noch vor uns.
Lauterbrunnen und die Trümmelbachfälle
In Lauterbrunnen angekommen, sahen wir bereits den Staubbachfall.
Dieses Mal führte er allerdings nur wenig Wasser.
Außerdem war auch hier wieder einiges los.

Lauterbrunnen zwischen steilen Felswänden und tief hängenden Wolken – schon die Fahrt durch den Ort hatte an diesem Tag eine ganz besondere Stimmung.
Das störte uns zunächst nicht besonders, denn unser eigentliches Ziel waren sowieso die Trümmelbachfälle.
Dort angekommen konnten wir mit dem Wohnmobil noch ein Stück weiterfahren und auf einem separaten Bereich für Wohnmobile parken.
Das war zunächst praktisch.
Also Kameras geschnappt, Dayo dabei und los.
Weit kamen wir allerdings nicht.
Am Eingang mussten wir feststellen, dass Dayo nicht mit zu den Trümmelbachfällen durfte.
Damit war der Besuch für uns erledigt.
Ohne Dayo wollten wir nicht hineingehen.
Also drehten wir wieder um.
Natürlich ist so etwas ärgerlich, wenn man extra zu einem Ziel fährt und dort erst merkt, dass der Hund nicht mit darf.
Aber genau solche Erfahrungen möchten wir in unseren Reiseberichten ebenfalls weitergeben.
Wer die Schweiz mit Hund bereist, sollte bei Ausflugszielen möglichst vorher prüfen, ob Hunde tatsächlich erlaubt sind.
Gerade bei bekannten Sehenswürdigkeiten kann es Einschränkungen geben.
Für uns hieß es an diesem Tag jedenfalls wieder einmal:
Plan ändern.
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Weiterfahrt zum Sustenpass
Nach Hause fahren wollten wir noch immer nicht.
Also entschieden wir uns, Richtung Sustenpass weiterzufahren.
Dort wollten wir versuchen, einen Platz für die Nacht zu finden.
Nach der vorherigen Nacht waren wir natürlich etwas vorsichtiger geworden.
Die Wettervorhersage machte uns allerdings nicht gerade Mut.
Für die Nacht waren erneut Regen und Gewitter angekündigt.
Darauf hätten wir ehrlich gesagt gut verzichten können.
Aber immerhin gab es einen Hoffnungsschimmer:
Am nächsten Morgen sollte endlich die Sonne herauskommen.
Und dieses Mal hatte die Vorhersage tatsächlich recht.
Nach den vielen grauen Stunden der vergangenen Tage war das fast schon wie eine kleine Belohnung.
Wanderung mit Blick auf den Steingletscher
Nach einer sehr guten Nacht am Sustenpass wurden wir am nächsten Morgen von strahlendem Sonnenschein begrüßt.

Endlich Sonne: Der Blick auf die vergletscherte Bergwelt war für uns einer der schönsten Momente dieser kurzen Schweiz-Reise.
Nach all dem Regen tat das richtig gut.
Schon beim ersten Kaffee war klar, dass wir diesen Morgen nutzen wollten.
Also beschlossen wir, noch eine Runde wandern zu gehen.
Unser Ziel war eine Stelle, von der aus man den Steingletscher sehen konnte.
Die Wanderung war für uns gut machbar und unterwegs wurde schnell klar, dass sich die Entscheidung gelohnt hatte.

Der Sustenpass zeigte sich am Morgen von seiner schönsten Seite – weite Bergblicke, aufreißende Wolken und eine Passstraße, die sich durch die alpine Landschaft zieht.
Oben angekommen blieben wir eine ganze Weile.
Nach den vielen Planänderungen der vergangenen Tage fühlte sich dieser Moment einfach richtig an.
Sonne.
Berge.
Blick auf den Gletscher.
Und endlich einmal kein neuer Plan, den wir sofort wieder ändern mussten.
Natürlich machten wir dort viele Aufnahmen.

Dayo vor der beeindruckenden Gletscherkulisse – für uns einer dieser Momente, bei denen man einfach länger stehen bleibt und die Aussicht genießt.
Wenn man schon an einem solchen Ort steht, will man die Landschaft nicht nur im Kopf mitnehmen.
Für uns war dieser Morgen einer der schönsten Abschnitte der gesamten Tour.
Nicht, weil vorher alles perfekt gelaufen wäre.
Sondern gerade weil die Tage davor so wechselhaft gewesen waren.
Zum Abschluss noch einmal Klausenpass
Nach der Wanderung fuhren wir den Sustenpass wieder hinunter.
Wir gingen noch einkaufen und überlegten anschließend, wie wir den letzten Teil der Reise gestalten wollten.
Eigentlich wäre jetzt die Heimfahrt logisch gewesen.
Aber da war noch eine Frage:
Fahren wir wirklich direkt nach Hause?
Oder nehmen wir noch einen letzten Pass mit?
Die Entscheidung fiel nicht besonders schwer.
Wir fuhren noch einmal zum Klausenpass.

Zum Ende unserer Reise zeigte sich die Schweizer Bergwelt noch einmal von ihrer besonders eindrucksvollen Seite – genau der richtige Abschluss für diese kurze Tour.
Auch diese Strecke genießen wir immer wieder.
Oben an der Passhöhe war es allerdings ziemlich voll.
Deshalb fuhren wir noch ein Stück weiter.
Dort machten wir eine letzte kleine Wanderung zu einem Wasserfall.

Noch einmal Passstraße, grüne Hänge und mächtige Felswände – genau diese Landschaften machen unsere Wohnmobilreisen durch die Schweiz für uns so besonders.
Oben angekommen entstanden noch einige Aufnahmen.
Danach ging es wieder zurück zum Wohnmobil.
Und damit war klar:
Jetzt endet diese Reise wirklich.
Nach all den Umwegen, Wetterwechseln und Planänderungen fühlte sich der Klausenpass wie ein passender Abschluss an.
Noch einmal Berge.
Noch einmal eine kleine Wanderung.
Noch einmal Kamera raus.
Und dann Heimfahrt.
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Unser Fazit: Diese Schweiz-Reise lief wirklich anders als geplant
Wenn wir diese vier Tage in einem Satz zusammenfassen müssten, dann passt unser Titel ziemlich genau:
Diese Reise lief ganz anders als geplant.
Schon am ersten Abend fielen unsere Drohnenakkus aus.
Dann stellte sich auch noch heraus, dass die Bluetti defekt war.
Am nächsten Tag kam der Regen.
Im Verzasca-Tal war deutlich mehr los als erwartet.
Die Nacht brachte Wind, Regen und ordentlich Bewegung ins Wohnmobil.
Und bei den Trümmelbachfällen war wegen Dayo bereits am Eingang Schluss.
Trotzdem würden wir diese Schweiz-Reise mit dem Wohnmobil nicht als misslungen bezeichnen.
Ganz im Gegenteil.
Wir hatten einen ruhigen Start in Curaglia, besuchten Wasserfälle und Schluchten, fuhren durch das Verzasca-Tal, waren erneut auf dem Grimselpass unterwegs und konnten dort Murmeltiere beobachten.
Am Sustenpass kam schließlich doch noch die Sonne heraus.
Die Wanderung mit Blick auf den Steingletscher war genau das, was wir nach den wechselhaften Tagen gebraucht hatten.
Und mit dem Klausenpass bekam unsere kurze Reise noch einen richtig schönen Abschluss.
Vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum wir so gerne mit dem Wohnmobil unterwegs sind.
Wir können Pläne ändern.
Wir können weiterfahren, wenn das Wetter nicht passt.
Wir können ein Ziel streichen, wenn Dayo dort nicht mit hinein darf.
Und manchmal entstehen dadurch genau die Momente, an die man sich später am meisten erinnert.
Die Schweiz wird uns deshalb ganz sicher wiedersehen.
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