Norwegen mit dem Wohnmobil – Endlich erreichen wir das Nordkap
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Manche Reiseziele sind einfach nur Orte auf einer Karte. Andere begleiten einen schon lange im Kopf, tauchen immer wieder in Gesprächen auf und werden irgendwann zu einem echten Traum. Für uns war das Nordkapp genau so ein Ziel.
Am 19. September 2023 starteten wir nordöstlich von Jokkmokk und machten uns auf den Weg Richtung Finnland. Hinter uns lag eine regnerische Nacht, vor uns eine lange Fahrt durch den hohen Norden. Wir wussten noch nicht, was uns unterwegs erwarten würde: wechselhaftes Wetter, eine riesige Rentierherde, ein gefährlicher Moment auf der Straße, eine Nacht im Hochland und schließlich die letzten Kilometer durch eine Landschaft, die für uns fast wie eine andere Welt wirkte.
Am 20. September war es dann so weit: Nach sechs Reisetagen erreichten wir mit unserem Wohnmobil das Nordkapp. Wir waren stolz, glücklich und einfach nur dankbar. Ein Traum war wahr geworden.
📍 Inhaltsverzeichnis:
- Start bei Jokkmokk und Fahrt Richtung Finnland
- Grenzübertritt bei Karesuando
- Weiterfahrt durch Finnland
- Zurück in Norwegen
- Ein Rentier entkommt nur knapp einem Lkw
- Tausende Rentiere in der Tundra
- Unser Übernachtungsplatz im Hochland
- Endlich am Nordkap
- Besuch im Nordkap-Center - Ein Traum wird wahr
- Ein besonderer Abend mit Polarlichtern
- Unser Fazit zur Fahrt ans Nordkap
Start bei Jokkmokk und Fahrt Richtung Finnland
Unsere Etappe begann an einem Platz nordöstlich von Jokkmokk. In der Nacht hatte es kräftig geregnet. Der Himmel war grau, die Temperaturen lagen bei etwa vier Grad, und auch am Morgen sah es nicht danach aus, als würde das Wetter schnell besser werden.
Normalerweise nehmen wir uns gern Zeit für die Landschaft, für kleine Stopps und für die vielen Dinge, die man unterwegs spontan entdeckt. An diesem Tag entschieden wir uns aber bewusst dafür, Strecke zu machen. Der Regen sollte uns voraussichtlich noch länger begleiten, und da war es für uns sinnvoller, die nasse Zeit für die Weiterfahrt zu nutzen.
Mit Kaffee in der Hand starteten wir in den neuen Reisetag. Trotz des Wetters war die Stimmung gut. Gerade auf langen Reisen gehören solche Tage einfach dazu. Nicht jeder Abschnitt besteht aus Sonne, perfekten Aussichten und idealen Bedingungen. Manchmal sind es genau die ungemütlichen Tage, die später besonders in Erinnerung bleiben.
Die Fahrt führte uns weiter nach Norden. Die Landschaft wurde zunehmend ruhiger, weiter und dünner besiedelt. Schon hier spürten wir, dass wir uns immer tiefer in den hohen Norden bewegten.
Unsere Skandinavien-Highlights als Video 🎬
Grenzübertritt bei Karesuando
Bei Karesuando erreichten wir die Grenze zwischen Schweden und Finnland.
Natürlich hielten wir dort kurz an. Für uns gehören solche Grenzstopps zu einer Reise dazu. Sie markieren einen neuen Abschnitt und geben einem das Gefühl, wieder ein Stück weitergekommen zu sein. Wir machten ein paar Erinnerungsfotos und hinterließen an der finnischen Grenze auch einen kleinen Wickie-Aufkleber.

An der Grenze bei Karesuando erreichen wir mit unserem Wohnmobil Finnland und legen einen kurzen Fotostopp ein.
Lange blieben wir allerdings nicht. Der Regen war weiterhin unser Begleiter, und wir wollten an diesem Tag noch möglichst weit kommen. Also ging es schon bald weiter durch Finnland.
Auch wenn der Halt nur kurz war, blieb dieser Moment besonders. Innerhalb weniger Tage hatten wir bereits mehrere Länder durchquert, und jeder Grenzübergang brachte uns unserem großen Ziel näher.
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Weiterfahrt durch Finnland
Die Fahrt durch Finnland war geprägt von Regen, tiefen Wolken und langen Straßen. Das Wetter erinnerte uns stellenweise eher an eine Waschstraße als an einen gemütlichen Reisetag. Trotzdem hatte auch diese Etappe ihren Reiz.
Die Landschaft wirkte weit und still. Die herbstlichen Farben waren deutlich zu erkennen, und durch das graue Wetter bekam alles eine ganz eigene Stimmung. Es war kühl, nass und rau, aber genau das passte zu dieser Reise durch den Norden.
Wir fuhren weiter auf der E45 und konzentrierten uns darauf, Kilometer zu machen. Bei langen Fahrten ist es wichtig, trotz des Ziels vor Augen aufmerksam zu bleiben. Gerade in dieser Region kann jederzeit ein Tier auf der Straße stehen oder plötzlich aus der Landschaft auftauchen.
Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, wie wichtig dieser Gedanke schon wenig später werden würde.
Zurück in Norwegen
Nach der Fahrt durch Finnland erreichten wir wieder Norwegen.
Schon kurz nach der Grenze veränderte sich die Landschaft spürbar. Alles wurde offener, wilder und karger. Die Straßen zogen sich durch weite Flächen, und immer wieder hatten wir das Gefühl, dass sich diese Landschaft bis zum Horizont fortsetzt.
Genau diese Weite hat uns besonders beeindruckt. Es gab kaum Ablenkung, kaum Verkehr und nur wenige Orte. Stattdessen bestimmten Tundra, Berge, grauer Himmel und die endlose Straße das Bild.
Dann tauchten die ersten Rentiere auf. Zunächst waren es nur einzelne Tiere an der Straße. Wir freuten uns schon darüber und waren überzeugt, damit ein besonderes Erlebnis gehabt zu haben. Doch wenige Kilometer später zeigte sich, dass das nur der Anfang war.

Auf dem Weg durch den Norden begegnen uns immer wieder Rentiere direkt am Straßenrand.
Unsere Highlights als Video 🎬
Ein Rentier entkommt nur knapp einem Lkw
Eine Szene dieser Reise werden wir so schnell nicht vergessen.
Ein Rentier überquerte ganz ruhig die Straße vor uns. Plötzlich näherte sich von hinten ein Lkw. Der Fahrer setzte das Airhorn ein, und das Rentier sprang im letzten Moment zur Seite.

Auf den Straßen im hohen Norden muss man jederzeit mit Rentieren rechnen.
Für einen kurzen Augenblick blieb uns das Herz stehen. Zum Glück kam es nicht zu einem Zusammenstoß.
Diese Situation zeigte uns noch einmal sehr deutlich, wie aufmerksam man im Norden fahren muss. Rentiere bewegen sich frei und können jederzeit auf der Straße auftauchen. Besonders bei schlechter Sicht, Regen oder auf langen, geraden Strecken sollte man deshalb nie unkonzentriert werden.
Unsere wichtigste Erfahrung aus diesem Moment lautet: langsam und vorausschauend fahren, mit Tieren auf der Straße rechnen und sich nicht von der scheinbar leeren Landschaft täuschen lassen.
Tausende Rentiere in der Tundra
Nach dieser Schrecksekunde ging unsere Fahrt weiter. Dann entdeckten wir links von uns eine riesige Rentierherde.
Es waren nicht nur einige Dutzend Tiere. Die gesamte Landschaft schien voller Rentiere zu sein. Aus unserer Sicht waren es Hunderte, vielleicht sogar Tausende.

Aus der Luft wirkt die riesige Rentierherde fast wie eine Ansammlung kleiner Punkte in der herbstlichen Tundra.
Wir holten sofort die Kameras heraus und ließen auch die Drohne steigen. Aus der Luft sah die Herde fast wie eine große Ansammlung von Ameisen aus, die sich durch die Landschaft bewegten.
Dieser Anblick war für uns ein echtes Highlight. Die Kombination aus weiter Tundra, rauem Wetter und dieser riesigen Rentierherde war genau das, was wir mit einer Reise durch den hohen Norden verbinden.
Die Aufnahmen entstanden unter anderem mit der DJI Mini 3. Für die normalen Videoaufnahmen verwendeten wir wie auf der gesamten Reise die DJI Osmo Action 3 und die Canon EOS R7.
Unser Übernachtungsplatz im Hochland
Am Abend fanden wir einen kostenlosen Übernachtungsplatz oben im Hochland. Der Platz ist bei Park4Night unter der Nummer #87978 eingetragen.
Die Ausstattung war einfach. Vor Ort gab es ein Plumpsklo, mehr brauchten wir für diese Nacht aber auch nicht.
Nach dem langen Fahrtag waren wir froh, einen ruhigen Platz gefunden zu haben. Der Regen hatte den Untergrund aufgeweicht, und die Umgebung war entsprechend matschig.
Wir hofften an diesem Abend auf Polarlichter. Die Wolken machten es uns allerdings schwer. Trotzdem konnten wir später trotz der Bewölkung Polarlichter erkennen.
Gerade im hohen Norden kann sich der Himmel schnell verändern. Manchmal lohnt es sich deshalb, auch bei scheinbar schlechten Bedingungen immer wieder nach draußen zu schauen.
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Endlich am Nordkap – Ein Traum wird wahr
Die letzten Kilometer fühlten sich für uns ganz anders an als der Rest der Strecke. Die Landschaft wurde immer rauer, karger und weiter. Der Wind drückte gegen das Wohnmobil, und stellenweise wirkte es wirklich so, als würden wir über den Mond fahren.
Mit jedem Kilometer wurde uns bewusster, wie nah wir unserem Ziel waren. Sechs Tage waren wir unterwegs gewesen. Hinter uns lagen Regen, kalte Nächte, lange Etappen, die Fahrt durch Finnland, unzählige Rentiere und immer wieder dieser Gedanke: Irgendwann stehen wir wirklich am Nordkapp.
Dann kam die berühmte Schranke in Sicht. Sie stand offen.
Ab diesem Moment waren es nur noch 13 Kilometer. Eigentlich keine große Entfernung mehr, aber für uns fühlte sich jeder einzelne Kilometer besonders an. Wir schauten immer wieder nach vorne, beobachteten die raue Landschaft und konnten kaum glauben, dass unser Traum gleich Wirklichkeit werden sollte.
Als wir schließlich das Nordkap erreichten, waren wir einfach nur überwältigt. Wir hatten es wirklich geschafft.

Am Nordkap bleiben wir mit unserem Wohnmobil über Nacht und genießen die raue Landschaft direkt an der Felsküste.
Nach sechs Reisetagen standen wir an dem Ort, den wir so lange erreichen wollten. Wir waren stolz, glücklich und voller Freude. In diesem Moment fiel die ganze Anspannung der letzten Tage von uns ab.
Der starke Wind, der Schneefall und das raue Wetter waren plötzlich Nebensache. Für uns zählte nur noch, dass wir angekommen waren.
Als wir die Nordkapp-Kugel sahen, wurde aus einem Reiseziel ein echter Gänsehautmoment. Wir standen dort zusammen und wussten: Dieser Augenblick wird uns für immer in Erinnerung bleiben.
Es war nicht einfach nur die Ankunft an einem bekannten Ort. Es war das Gefühl, einen Traum mit dem eigenen Wohnmobil erreicht zu haben.
Genau deshalb war die Ankunft am Nordkapp für uns der emotionale Höhepunkt dieser Reise.
Besuch im Nordkap-Center
Nachdem wir das Nordkapp erreicht hatten, entschieden wir uns, auch das Nordkap-Center und das Museum zu besuchen. Für uns gehörte das einfach dazu. Wenn man nach so vielen Kilometern endlich an diesem besonderen Ort angekommen ist, möchte man nicht nur kurz an der Kugel stehen und direkt wieder weiterfahren.

Nach sechs Reisetagen stehen wir gemeinsam mit Don an der Nordkap-Kugel – stolz, glücklich und überwältigt, dass unser Traum wahr geworden ist.
Wir kauften Eintrittskarten und nahmen uns Zeit, das Center in Ruhe anzusehen. Für uns hat sich der Besuch gelohnt. Nach der langen Fahrt war es schön, einmal aus dem Wind zu kommen und den Moment der Ankunft noch etwas bewusster zu erleben.
Don durfte nicht mit ins Center und blieb deshalb während unseres Besuchs im Wohnmobil. An weitere Hunderegeln oder eine mögliche Leinenpflicht können wir uns heute nicht mehr sicher erinnern. Für andere Hundebesitzer ist deshalb wichtig, sich vor dem Besuch noch einmal über die aktuellen Regeln zu informieren.
Draußen blieb das Wetter typisch nordisch. Der Wind war stark, und zwischendurch gab es sogar Schneefall. Gerade dieser Wechsel zwischen dem geschützten Innenbereich des Centers und der rauen Landschaft draußen machte den Besuch für uns besonders.
Wir blieben auch über Nacht am Nordkapp stehen. Trotz des Windes wollten wir diesen Ort nicht sofort wieder verlassen. Nach sechs Tagen auf der Straße hatten wir unser Ziel erreicht, und wir wollten diesen Moment so lange wie möglich festhalten.
Außerdem hofften wir weiterhin auf Polarlichter. Die Wolken machten es schwierig, aber ganz aufgeben wollten wir die Hoffnung nicht. Schon die Tatsache, am Nordkapp zu übernachten, fühlte sich für uns besonders an. Es war nicht einfach nur ein weiterer Stellplatz, sondern der Abschluss einer Reiseetappe, auf die wir lange hingefiebert hatten.
Ein besonderer Abend mit Polarlichtern
Nach dem Besuch im Nordkapp-Center gingen wir zurück zum Wohnmobil. Draußen wartete wieder das raue Wetter auf uns. Der Wind war stark, die Luft kalt und zwischendurch fiel sogar Schnee. Trotzdem wollten wir an diesem Abend nicht weiterfahren.
Wir hatten unser großes Ziel erreicht und beschlossen, über Nacht am Nordkap zu bleiben. Für uns war klar: Nach dieser langen Reise wollten wir den Ort nicht nur kurz besuchen, sondern den Moment wirklich genießen.
Im Wohnmobil kehrte langsam Ruhe ein. Hinter uns lagen sechs intensive Reisetage, lange Fahrstrecken, Regen, Tundra, Rentiere und viele besondere Eindrücke. Jetzt standen wir tatsächlich am Nordkapp und konnten kaum glauben, dass wir es geschafft hatten.
Natürlich hofften wir an diesem Abend auch auf Polarlichter. Die Wolken machten es uns nicht leicht, und der Himmel war lange Zeit bedeckt. Trotzdem schauten wir immer wieder nach draußen.

Trotz der Wolken zeigen sich am Abend Polarlichter über der Nordkap-Kugel und machen diesen besonderen Tag für uns perfekt.
Dann konnten wir sie tatsächlich sehen.
Trotz der Wolken zeigten sich Polarlichter über dem Nordkapp. Sie waren für uns der perfekte Abschluss dieses Tages. Nach der emotionalen Ankunft, dem Besuch im Center und dem stürmischen Wetter bekamen wir am Abend noch dieses besondere Geschenk.
Die Polarlichter wirkten in dieser rauen Umgebung besonders eindrucksvoll. Über uns der leuchtende Himmel, um uns herum die karge Landschaft und neben uns unser Wohnmobil, mit dem wir bis hierher gefahren waren.
In diesem Moment wurde uns noch einmal bewusst, wie besonders diese Reise war. Wir standen am Nordkapp, hatten einen großen Traum erreicht und durften den Abend mit Polarlichtern beenden.
Besser hätte dieser Tag für uns kaum enden können.
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Unser Fazit zur Fahrt ans Nordkap
Die Ankunft am Nordkap war für uns mehr als nur das Erreichen eines weiteren Reiseziels.
Wir waren stolz, glücklich und dankbar. Nach sechs Tagen unterwegs war ein Traum wahr geworden.
Die Route durch Schweden, Finnland und Norwegen zeigte uns, wie abwechslungsreich der hohe Norden sein kann. Wir erlebten Regen, starken Wind, Schneefall, Polarlichter, weite Tundralandschaften und eine Rentierherde, deren Größe wir nie vergessen werden.
Auch die gefährliche Situation zwischen dem Rentier und dem Lkw bleibt uns im Gedächtnis. Sie hat uns noch einmal gezeigt, wie wichtig Aufmerksamkeit auf diesen Straßen ist.
Unsere wichtigste Empfehlung für eine Reise in den Norden lautet deshalb: Fahrt vorsichtig, rechnet jederzeit mit Rentieren und nehmt euch trotzdem die Zeit, die Landschaft bewusst zu genießen.
Die letzten Kilometer zum Nordkapp waren für uns wie eine Fahrt durch eine andere Welt. Als wir schließlich an der Kugel standen, wussten wir: Jede einzelne Etappe hatte sich gelohnt.
Das vollständige Video zu dieser Reise findet ihr auf unserem YouTube-Kanal:
Schweden mit dem Wohnmobil – Auf dem Weg zum Nordkap
https://youtu.be/5d3Khlp2yjA
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