Island Camper Roadtrip – Diese Fahrt auf den Vulkan werden wir nie vergessen 🇮🇸🚐

Camper Roadtrip Island – Diese Fahrt auf den Vulkan werden wir nie vergessen


Auf diesem Abschnitt unseres Island Roadtrips erkunden wir mit dem Wohnmobil die Halbinsel Snæfellsnes. Uns erwarten vulkanische Landschaften, Seehunde am Ytri-Tunga Beach, die schwarze Kirche Búðakirkja, raue Küsten, ein abgelegener Leuchtturm, Street Art in Hellissandur und der berühmte Kirkjufell.


Inhaltsverzeichnis


Ruhige Nacht & Start in den Tag in Akranes

Unsere Nacht verbringen wir auf dem Campingplatz in Akranes – zum ersten Mal auf dieser Reise direkt am Wasser. Nach den vielen Eindrücken der letzten Tage genießen wir die Ruhe besonders. Die Nacht ist herrlich entspannt und wir schlafen richtig gut.

Am Morgen starten wir gemütlich in den neuen Tag. Nach unserer gewohnten Morgenroutine geht es direkt weiter, denn heute steht die Halbinsel Snæfellsnes auf dem Plan. Diese Region wird oft als „Island im Kleinen“ bezeichnet, weil hier so viele typische Landschaftsformen Islands dicht beieinanderliegen: Lavafelder, Vulkane, Küsten, Strände, Berge und kleine Orte.

Unser erstes Ziel ist der Ytri-Tunga Beach, bekannt für seine Seehunde. Doch wie so oft auf Island kommt es unterwegs anders als geplant.


Fahrt ins vulkanische Gebiet Rauðháls

Unterwegs entdecken wir eine raue und ursprüngliche Vulkanlandschaft. Die Gegend wirkt weit, still und fast menschenleer. Dunkle Lavafelder, rötliches Gestein und die offene Landschaft sorgen sofort für dieses besondere Island-Gefühl.

Spontan entscheiden wir uns, hier einen Stopp einzulegen und weiter hinaufzufahren. Das Gebiet Rauðháls gehört zu den vulkanisch geprägten Landschaften auf Snæfellsnes. Der Name bedeutet sinngemäß „roter Hügel“ und passt perfekt zu den rötlichen Farben im Boden.

Diese Färbung entsteht durch oxidiertes Eisen im Gestein. Gerade bei wechselndem Licht wirken die Farben besonders intensiv und zeigen, wie stark der Vulkanismus diese Landschaft geprägt hat.                     


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Mit dem Camper hinauf auf den Krater & Drohnenaufnahmen

Über eine Schotterstraße fahren wir mit dem Camper weiter hinauf in das vulkanische Gebiet. Schon die Fahrt selbst ist ein kleines Abenteuer. Die Straße führt durch Lavafelder und offene Landschaften, immer weiter weg von der normalen Route.

Oben angekommen eröffnet sich ein beeindruckender Blick über die Lavafelder und die weite isländische Landschaft. Rauðháls ist kein klassischer einzelner Vulkankegel, sondern Teil eines vulkanischen Spaltensystems. Dabei tritt Lava nicht nur aus einem zentralen Krater aus, sondern kann durch Risse in der Erdoberfläche an mehreren Stellen austreten.

Hier lassen wir auch die Drohne steigen. Erst aus der Luft wird sichtbar, wie groß und ursprünglich dieses Gebiet wirklich ist. Die Lavafelder ziehen sich weit durch die Landschaft und zeigen Island von seiner rohen, ungezähmten Seite.

                     


Ytri-Tunga Beach – Seehunde im Sturm

Nachdem wir das vulkanische Gebiet erkundet haben, setzen wir unsere Fahrt fort und erreichen kurze Zeit später den Ytri-Tunga Beach. Dieser Strand ist vor allem für seine Seehunde bekannt und gehört zu den besten Orten auf Snæfellsnes, um die Tiere zu beobachten.

Anders als viele andere Strände auf Island besteht Ytri-Tunga nicht aus schwarzem Lavasand, sondern aus hellem, fast goldenem Sand. Das macht den Strand schon optisch besonders. Bei ruhigerem Wetter liegen die Seehunde oft auf den Felsen oder im flachen Wasser.

Heute ist das Wetter allerdings alles andere als ruhig. Der Wind ist stark, das Meer unruhig und die Wellen schlagen kräftig an die Küste. Trotzdem machen wir uns auf den Weg, in der Hoffnung, einige Seehunde zu entdecken.

Die Tiere sind heute alle im Wasser. Immer wieder tauchen Köpfe zwischen den Wellen auf. Der Wind und die hohen Wellen scheinen sie kaum zu stören. Für uns bleibt es ein besonderer Moment, auch wenn die Beobachtung heute etwas schwieriger ist.

                    

Schwarze Kirche Búðakirkja im Regen

Nach dem Besuch am Ytri-Tunga Beach geht es weiter zur schwarzen Kirche von Búðir, der Búðakirkja. Sie zählt zu den bekanntesten Fotomotiven auf Snæfellsnes und steht einsam in der offenen Landschaft.

Die kleine Holzkirche stammt aus dem 19. Jahrhundert. Ihre schwarze Farbe kommt vom teerbehandelten Holz, das die Kirche vor dem rauen isländischen Klima schützt. Wind, Regen und Salzluft setzen Gebäuden hier stark zu, daher war diese Behandlung früher besonders wichtig.

Früher gehörte die Kirche zu einer kleinen Siedlung. Heute steht sie fast allein in der Landschaft und wirkt dadurch besonders eindrucksvoll. Gerade dieser Kontrast aus schwarzer Kirche, weiter Landschaft und wechselndem Wetter macht den Ort so beliebt.

Bei unserem Besuch regnet es allerdings stark. Es schüttet so heftig, dass wir nur ein paar kurze Aufnahmen machen und direkt weiterfahren.

                    

Wetterumschwung & Abbruch der Fahrt bei Arnarstapi

In Arnarstapi möchten wir eigentlich weiter hoch in Richtung Snæfellsjökull fahren. Der Snæfellsjökull ist ein vergletscherter Vulkan und prägt die gesamte Halbinsel. Bei gutem Wetter ist er weithin sichtbar und gehört zu den bekanntesten Naturwahrzeichen Westislands.

Doch das Wetter wird immer schlechter. Starker Wind, Regen und schlechte Sicht machen die Fahrt zunehmend unangenehm. Wir fahren noch ein Stück weiter, merken aber schnell, dass es unter diesen Bedingungen keinen Sinn macht.

Sicherheit geht vor. Also drehen wir um und fahren langsam zurück nach Arnarstapi. Solche Entscheidungen gehören auf Island einfach dazu. Das Wetter kann sich hier innerhalb kurzer Zeit komplett verändern.

Wir stellen uns auf den Campingplatz in Arnarstapi und lassen den Abend ruhig im Wohnmobil ausklingen. Draußen regnet und stürmt es weiter, drinnen genießen wir die Pause.

                    

Lóndrangar View Point

In der Nacht hat es geschüttet wie aus Eimern. Für den nächsten Tag ist jedoch trockeneres Wetter angesagt. Nach dem Kaffee starten wir direkt in den neuen Reisetag.

Unser erster Stopp ist der Lóndrangar View Point. Die markanten Basaltfelsen ragen direkt an der Küste empor und gehören zu den eindrucksvollsten Felsformationen auf Snæfellsnes.

Lóndrangar besteht aus den Überresten eines alten Vulkankraters, der über lange Zeit von Wind und Meer geformt wurde. Heute stehen die Felsen wie natürliche Türme an der Küste und bieten einen beeindruckenden Blick auf das Meer.

Mit etwas Glück lassen sich hier sogar Wale beobachten. Heute haben wir leider kein Glück, aber die raue Küste, das Meer und die Felsen machen den kurzen Halt trotzdem sehenswert.

                    

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Saxhóll – Aufstieg auf den Vulkankrater

Weiter geht es zum Saxhóll-Krater. Der erloschene Vulkan ist rund 3.000 bis 4.000 Jahre alt und gehört ebenfalls zur vulkanisch geprägten Landschaft von Snæfellsnes.

Über eine Treppe gelangt man bis an den Kraterrand. Der Aufstieg ist gut machbar, aber je nach Wind und Wetter trotzdem etwas anstrengend. Oben angekommen wird man mit einem weiten Blick über Lavafelder, Küste und die umliegende Landschaft belohnt.

Saxhóll ist ein gutes Beispiel dafür, wie zugänglich einige vulkanische Orte auf Island sind. Man steht direkt am Rand eines alten Kraters und bekommt einen Eindruck davon, welche Kräfte diese Landschaft geformt haben.

Auch wenn wir auf dieser Reise schon mehrere Vulkane und Krater gesehen haben, lohnt sich der Stopp. Besonders der Blick von oben macht diesen Ort interessant.

                    

Svörtuloft Leuchtturm & Skarðsvík Beach

Wir machen noch einen Abstecher zum Svörtuloft Leuchtturm, auch bekannt als Öndverðarnesviti. Schon die Straße dorthin ist ein kleines Abenteuer. Sie führt durch Lavafelder, vorbei an rauer Landschaft und vermittelt sofort das Gefühl, weit draußen am Rand Islands unterwegs zu sein.

Der Svörtuloft Leuchtturm wurde 1931 erbaut und steht an einem der westlichsten Punkte der Halbinsel Snæfellsnes. Seine auffällige orange Farbe ist kein Zufall. Sie sorgt dafür, dass der Leuchtturm auch bei Nebel, Sturm und schlechtem Wetter gut sichtbar bleibt.

Rund um den Leuchtturm fallen die Klippen steil ins Meer ab. Die Küste ist rau, wild und eindrucksvoll. Genau solche Orte zeigen, wie ungezähmt Island an vielen Stellen noch wirkt.

Ganz in der Nähe liegt der Skarðsvík Beach. Der Strand ist einer der wenigen hellen Sandstrände Islands. Zwischen dunklen Lavafelsen wirkt der fast goldene Sand besonders überraschend. Trotz der schönen Lage ist Vorsicht geboten, denn Strömungen und Wellen können hier sehr stark sein.

                    

Hellissandur – Street Art auf Snæfellsnes

Wenn wir schon in der Nähe sind, machen wir noch einen Stopp in Hellissandur. Der kleine Ort überrascht uns sofort. Überall entdecken wir Wandmalereien an Häusern, Garagen und Fassaden.

Hellissandur gilt als eines der Street-Art-Zentren Islands. Die großflächigen Kunstwerke zeigen Szenen aus dem Alltag, Tiere, Naturmotive und das Leben am Meer. Dadurch bekommt der Ort einen ganz eigenen Charakter.

Für uns ist Hellissandur ein unerwartetes Highlight. Nach den vielen Naturstopps bringt dieser Ort noch einmal eine ganz andere Stimmung in den Tag. Die Kombination aus kleinem Küstenort, rauer Umgebung und farbenfroher Kunst hat uns richtig begeistert.

                    

Kirkjufell – letzter Stopp des Tages

Unser letzter Stopp des Tages ist der Kirkjufell. Der markante Berg gehört zu den bekanntesten Fotomotiven Islands und ist besonders durch seine Form sofort wiederzuerkennen.

Der Parkplatz ist heute gut gefüllt und entsprechend viel Betrieb herrscht vor Ort. Trotzdem bleibt der Kirkjufell ein besonderer Ort. Die Kombination aus Berg, Wasser, Landschaft und wechselndem Licht macht ihn zu einem Motiv, das viele Island-Reisende unbedingt sehen möchten.

Für das eine Bild nehmen wir sogar nasse Füße in Kauf. Manchmal gehört genau das dazu. Auch wenn es hier deutlich voller ist als an vielen anderen Orten auf Snæfellsnes, bleibt der Moment beeindruckend.

Damit endet unser Tag auf der Halbinsel Snæfellsnes – ein Tag voller Wind, Wetter und besonderer Orte.

                    

Unser Fazit

Snæfellsnes zeigt sich auf diesem Abschnitt unserer Island-Reise besonders abwechslungsreich. Vulkanische Landschaften, Seehunde, schwarze Kirchen, raue Küsten, Leuchttürme, Street Art und bekannte Fotospots liegen hier oft nur wenige Kilometer voneinander entfernt.

Besonders die spontane Fahrt in das vulkanische Gebiet Rauðháls, die Seehunde am Ytri-Tunga Beach und der Abschluss am Kirkjufell bleiben uns in Erinnerung.

Island bleibt unberechenbar – mit wechselhaftem Wetter, spontanen Entscheidungen und Momenten, die man nicht planen kann. Genau das macht diese Reise für uns so besonders.


Das passende Video zu diesem Beitrag

Das komplette Video zu diesem Reisetag findet ihr auf unserem YouTube-Kanal:


Wie geht es weiter?

Im nächsten Abschnitt unserer Island-Reise geht es eindrucksvoll weiter. Wir baden in einer heißen Quelle, sehen unterwegs viele Robben, stoppen am Dynjandi Wasserfall, entdecken unsere ersten Wale und schließen den Abend mit Polarlichtern ab.

Wenn ihr unsere Island-Reise weiter begleiten möchtet, schaut gerne auch in die nächsten Beiträge und Videos rein.

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