Nordspanien mit dem Wohnmobil – 10 Tage zwischen Wüste, Geiern & vergessenen Bergdörfern

Nordspanien mit dem Wohnmobil – 10 Tage zwischen Wüste, Geiern & vergessenen Bergdörfern

Nordspanien mit dem Wohnmobil stand schon lange auf unserer Wunschliste. Während viele Urlauber direkt an die spanischen Küsten fahren, zog es uns diesmal in die Region Navarra. Hier erwarten Reisende beeindruckende Schluchten, riesige Geierkolonien, verlassene Bergdörfer und mit den Bardenas Reales eine Landschaft, die eher an den Wilden Westen als an Europa erinnert.

Unsere Wohnmobilreise durch Spanien beginnt mit einer langen Anfahrt, führt uns zu spektakulären Aussichtspunkten und bringt uns an Orte, die viele Touristen niemals zu Gesicht bekommen. Bereits die ersten Tage zeigen, warum Nordspanien für uns zu den spannendsten Regionen des Landes gehört.


Inhaltsverzeichnis


Die Anreise nach Nordspanien

Wie so oft begann unsere Reise mit einer deutlich längeren Anfahrt als geplant. Bereits in Deutschland verloren wir durch mehrere Staus wertvolle Zeit. Auch rund um Paris ging es nur langsam voran und immer wieder standen wir im Stop-and-Go-Verkehr.

Kilometer für Kilometer arbeiteten wir uns Richtung Spanien vor. Solche Tage gehören zu einer Wohnmobilreise zwar dazu, dennoch freut man sich irgendwann nur noch auf den ersten ruhigen Stellplatz.

Erst gegen 22 Uhr erreichten wir schließlich unseren Übernachtungsplatz in La Poste. Der Stellplatz war nicht spektakulär, aber angenehm ruhig. Nach einem langen Tag hinter dem Steuer war genau das perfekt. Während wir den Abend entspannt ausklingen ließen, stieg die Vorfreude auf die kommenden Tage in Nordspanien.

Unterwegs mit dem Wohnmobil nach Nordspanien – Reisepaar mit Hund auf der Fahrt durch Frankreich Richtung Navarra.

                 Junger Hund schläft während der Wohnmobilreise durch Nordspanien auf der Sitzbank im Camper.    Junger Hund sitzt im Wohnmobil während der Reise durch Nordspanien und schaut aufmerksam in die Kamera.

Endlich angekommen in Lumbier

Nach rund 1.600 Kilometern erreichten wir schließlich Lumbier in Navarra. Die Erleichterung war groß, denn hinter uns lagen zwei lange Fahrtage.

Lumbier ist vor allem für die berühmte Foz de Lumbier bekannt. Schon bei der Ankunft konnten wir die beeindruckenden Felsformationen erkennen, die diese Region prägen. Für den nächsten Morgen stand bereits das erste große Highlight unserer Reise auf dem Programm.

Wir wollten die berühmte Schlucht erkunden und hofften dabei auf eine Begegnung mit den zahlreichen Gänsegeiern, die hier leben.

 

Alle unsere Reisen auf einen Blick

Auf unserer interaktiven Reisekarte findest du Stellplätze, Sehenswürdigkeiten und Highlights unserer Wohnmobilreisen durch Europa.

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Die Foz de Lumbier und ihre Geier

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zur Foz de Lumbier.

Die Schlucht zählt zu den beeindruckendsten Naturerlebnissen in Nordspanien. Gewaltige Felswände ragen links und rechts mehrere hundert Meter in die Höhe und bilden eine beeindruckende Kulisse.

Schon nach kurzer Zeit entdeckten wir die ersten Gänsegeier. Hoch über den Felsen kreisten die riesigen Vögel lautlos durch die Thermik. Immer wieder glitten sie direkt über unseren Köpfen hinweg.

Für uns war dies einer der schönsten Momente der bisherigen Reise. Die Kombination aus unberührter Natur, steilen Felswänden und den majestätischen Greifvögeln macht die Foz de Lumbier zu einem absoluten Pflichtstopp für jeden, der Nordspanien mit dem Wohnmobil erkundet.

Wir verbrachten deutlich mehr Zeit hier als ursprünglich geplant und genossen jede Minute in dieser beeindruckenden Landschaft.

                    

Das verlassene Dorf Iglesia de San Miguel

Ein weiteres Highlight wartete hoch oben auf einem Berg.

Unser Ziel war das verlassene Dorf Iglesia de San Miguel. Die letzten Meter mussten wir zu Fuß zurücklegen, denn der Weg wurde zunehmend steiler.

Oben angekommen bot sich ein faszinierender Anblick. Die Ruinen liegen verlassen in der Landschaft und wirken fast wie eine Filmkulisse.

Viele Gebäude sind stark verfallen, doch genau das verleiht diesem Ort seinen besonderen Charakter. Während wir durch die Überreste des Dorfes liefen, fragten wir uns immer wieder, wie das Leben hier früher wohl gewesen sein muss.

Natürlich durfte auch die Drohne starten. Erst aus der Luft wurde sichtbar, wie spektakulär die Lage des Dorfes tatsächlich ist. Für uns zählt Iglesia de San Miguel zu den spannendsten Lost Places unserer Wohnmobilreise durch Spanien.

Verlassenes Dorf Iglesia de San Miguel in Navarra mit Blick auf den Stausee während unserer Wohnmobilreise durch Nordspanien.

                 Verfallene Kirche im verlassenen Dorf Iglesia de San Miguel in Navarra während unserer Wohnmobilreise durch Nordspanien.    Panoramablick über die Landschaft Navarras in Nordspanien mit Bergen, Wäldern und beeindruckenden Felsformationen.

Abenteuerliche Fahrt in die Bardenas Reales

Nach dem Besuch des verlassenen Dorfes machten wir uns auf den Weg zu einem der Höhepunkte unserer Nordspanien-Reise: den Bardenas Reales.

Doch die Anfahrt verlief nicht ganz problemlos. Mehrfach schickte uns das Navigationssystem auf Feldwege, die für unser Wohnmobil schlicht ungeeignet waren.

Mehr als einmal mussten wir wenden und nach einer anderen Route suchen. Solche Situationen kosten zwar Zeit, gehören aber irgendwie zu jedem Roadtrip dazu.

Schließlich erreichten wir die berühmte Halbwüste doch noch. Schon die ersten Eindrücke waren beeindruckend. Die Landschaft wirkte völlig anders als alles, was wir bisher in Spanien gesehen hatten.


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Castildetierra – das Wahrzeichen der Wüste

Mitten in den Bardenas Reales erhebt sich Castildetierra.

Die markante Felsformation ist das bekannteste Wahrzeichen der Region und eines der beliebtesten Fotomotive Nordspaniens.

Als wir dort ankamen, konnten wir kaum glauben, dass wir uns noch immer in Europa befanden. Die Landschaft erinnerte eher an Arizona oder den Wilden Westen als an Spanien.

Hier entstanden die ersten Fotos und Videoaufnahmen unserer Reise. Gleichzeitig wurde uns bewusst, dass die Bardenas Reales weit mehr sind als nur ein kurzer Fotostopp. Die Region bietet unzählige Pisten, Aussichtspunkte und Landschaften, die darauf warten entdeckt zu werden.

Für viele Wohnmobilreisende gehören die Bardenas Reales zu den größten Highlights einer Reise durch Spanien – und wir konnten sofort verstehen, warum.

                                     Dayo, unser Golden Retriever, sitzt vor der berühmten Felsformation Castildetierra in den Bardenas Reales in Navarra.    Dayo, unser Golden Retriever, sitzt vor der Felsformation Castildetierra in den Bardenas Reales während unserer Reise durch Nordspanien.

Übernachtung in Arguedas

Für die Nacht fuhren wir nach Arguedas.

Der Ort gilt als idealer Ausgangspunkt für Besuche in den Bardenas Reales. Aktuell entsteht hier sogar ein neuer großer Wohnmobilstellplatz, da der bisherige Platz regelmäßig ausgelastet ist.

Den Abend ließen wir entspannt ausklingen. Nach den vielen Eindrücken des Tages genossen wir die Ruhe und blickten auf die ersten Tage unserer Reise zurück.

Geier, Schluchten, verlassene Dörfer und die ersten Eindrücke der Wüste hatten unsere Erwartungen bereits jetzt übertroffen.


Fazit unserer ersten Tage in Nordspanien

Unsere ersten Tage in Nordspanien mit dem Wohnmobil hätten abwechslungsreicher kaum sein können.

Von der beeindruckenden Foz de Lumbier über die zahlreichen Gänsegeier bis hin zum verlassenen Dorf Iglesia de San Miguel und den faszinierenden Bardenas Reales war alles dabei.

Wer Spanien mit dem Wohnmobil abseits der bekannten Küstenregionen entdecken möchte, findet in Navarra eine Region voller Natur, Abenteuer und außergewöhnlicher Landschaften.

Für uns war dies der perfekte Start in eine Reise, die noch viele weitere Highlights bereithalten sollte. Die kommenden Tage würden uns noch tiefer in die faszinierende Welt Nordspaniens führen.


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