Spanien mit dem Wohnmobil – Bardenas Reales, Gänsegeier & das Bergdorf Riglos 🇪🇸🚐
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Spanien mit dem Wohnmobil – Bardenas Reales, Gänsegeier & das Bergdorf Riglos 🇪🇸🚐
Nach unserem ersten spannenden Tag in Nordspanien führte uns die Reise erneut in die faszinierende Landschaft der Bardenas Reales. Eigentlich hatten wir gehofft, die Wüste diesmal bei strahlendem Sonnenschein erleben zu können. Doch als wir morgens auf unserem Stellplatz in Arguedas aufwachten, sah die Realität zunächst ganz anders aus.
Dichter Nebel hing über der Landschaft und verdeckte die Aussicht nahezu vollständig. Die Erinnerung an unseren letzten Besuch wurde sofort wieder wach. Auch damals hatte uns das Wetter zunächst einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Doch auf Reisen haben wir gelernt, dass Geduld oft belohnt wird. Also ließen wir den Morgen entspannt angehen, tranken unseren Kaffee, drehten mit Dayo eine kleine Runde und hofften darauf, dass die Sonne irgendwann die Oberhand gewinnen würde.
Zum Glück sollten wir recht behalten.
Inhaltsverzeichnis
- Start am Stellplatz in Arguedas 🚐
- Centro de Información der Bardenas Reales
- Fahrt durch die Wüste
- Gänsegeier über den Felsen
- Stellplatz Riglos
- Drohnenflug am Morgen
- Dorf Riglos entdecken
- Mallos de Riglos & Kletterer
- Weiterfahrt Richtung Küste
- Stellplatz in Els Guiamets
- Fazit
- 🎥 Hier geht's zum passenden YouTube-Video
Start am Stellplatz in Arguedas
Die Nacht verbrachten wir auf dem Wohnmobilstellplatz in Arguedas. Der Ort gilt als einer der beliebtesten Ausgangspunkte für Besucher der Bardenas Reales und ist besonders bei Wohnmobilreisenden bekannt.
Normalerweise stehen wir gerne auf einem anderen Stellplatz in der Nähe. Dieser wird derzeit jedoch zu einem Campingplatz umgebaut. Deshalb entschieden wir uns diesmal für eine Alternative.
Als wir morgens die Tür unseres Wohnmobils öffneten, blickten wir zunächst nur in eine graue Nebelwand. Von der Landschaft war kaum etwas zu erkennen. Die Sichtweite war gering und die Hoffnung auf spektakuläre Aufnahmen hielt sich zunächst in Grenzen.
Trotzdem ließen wir uns die Laune nicht verderben. Schließlich gehört genau das zum Reisen dazu. Nicht jeder Tag beginnt mit blauem Himmel und Sonnenschein. Während Dayo seine Morgenrunde genoss, planten wir den weiteren Tagesablauf.
Da der Nebel noch recht hartnäckig war, beschlossen wir zunächst einige Besorgungen zu erledigen und später noch einmal unser Glück in der Wüste zu versuchen.
Rückblickend war das genau die richtige Entscheidung.
Centro de Información der Bardenas Reales
Bevor wir erneut in die Wüste einfuhren, machten wir einen kurzen Halt am Besucherzentrum der Bardenas Reales.
Wer die Region besucht, sollte hier unbedingt kurz vorbeischauen. Im Informationszentrum erhält man aktuelle Karten, Informationen über gesperrte Strecken und wichtige Hinweise zu den Regeln im Naturpark.
Gerade weil sich die Fahrmöglichkeiten regelmäßig ändern können, lohnt sich ein kurzer Besuch.
Zusätzlich werden verschiedene Tiere vorgestellt, die in der Region leben. Besonders interessant fanden wir die Informationen über die Greifvögel, die in den Felswänden der Wüste ihre Nester bauen.
Mit unserer Karte ausgestattet machten wir uns schließlich auf den Weg.
Und genau in diesem Moment begann sich das Wetter langsam zu bessern.
Die ersten Sonnenstrahlen kämpften sich durch die Wolkendecke und plötzlich sah die Landschaft komplett anders aus.
Alle unsere Reisen auf einen Blick
Auf unserer interaktiven Reisekarte findest du Stellplätze, Sehenswürdigkeiten und Highlights unserer Wohnmobilreisen durch Europa.
Fahrt durch die Wüste
Je weiter wir in die Bardenas Reales hineinfuhren, desto schöner wurde das Wetter.
Innerhalb kurzer Zeit verschwand der Nebel fast vollständig und die beeindruckende Landschaft zeigte sich von ihrer besten Seite.
Die Bardenas Reales gehören zu den außergewöhnlichsten Regionen Spaniens. Auf über 40.000 Hektar erstreckt sich eine Halbwüste voller Schluchten, Tafelberge, trockener Ebenen und bizarrer Felsformationen.
Immer wieder hielten wir an, um die Aussicht zu genießen.
Obwohl wir bereits mehrfach hier gewesen sind, wirkt diese Landschaft jedes Mal aufs Neue beeindruckend.
Teilweise fühlt man sich eher an Arizona oder Utah erinnert als an Europa.
Die Farben wechseln ständig. Mal dominieren helle Sandtöne, dann wieder rote Felsformationen oder graue Lehmflächen. Dazu kommt diese unglaubliche Weite, die man in Europa nur selten findet.
Für uns gehören die Bardenas Reales ganz klar zu den schönsten Naturgebieten Spaniens.
Gänsegeier über den Felsen
Dann kam der Moment, auf den wir gehofft hatten.
Vor uns erhob sich eine riesige Felswand und darüber kreisten plötzlich unzählige Gänsegeier.
Zunächst entdeckten wir nur einige wenige Tiere.
Doch je genauer wir hinschauten, desto mehr wurden es.
Auf den Felsvorsprüngen saßen dutzende Geier. Andere kreisten hoch über unseren Köpfen oder glitten elegant entlang der Felswände.
Teilweise konnten wir beobachten, wie einzelne Tiere direkt von ihren Nestern starteten. Einer sammelte sogar Zweige für den Nestbau.
Die Bardenas Reales beherbergen eine der größten Populationen von Gänsegeiern in Nordspanien. Mehrere hundert Brutpaare nutzen die steilen Felswände der Halbwüste als sichere Brutplätze.
Natürlich war für Kirsten damit sofort klar, dass wir hier länger bleiben würden.
Eigentlich wollten wir nur kurz anhalten.
Doch wie so oft wurden daraus schnell ein bis zwei Stunden.
Während Kirsten fotografierte, erkundete Dayo die Umgebung und beschäftigte sich mit Steinen, Ästen und allem, was er sonst noch finden konnte.
Für uns war dieser Abschnitt ohne Frage einer der schönsten Momente unserer gesamten Spanienreise.
Stellplatz Riglos
Am späten Nachmittag verließen wir die Bardenas Reales und machten uns auf den Weg Richtung Riglos.
Schon die Fahrt dorthin war beeindruckend. Die Landschaft veränderte sich langsam und die gewaltigen Felsformationen der Mallos de Riglos wurden immer größer.
Kurz vor dem Dorf fanden wir einen ruhigen Stellplatz für die Nacht.
Als wir ankamen, konnten wir die markanten Felsen bereits erkennen. Über uns kreisten erneut zahlreiche Geier.
Die Atmosphäre war unglaublich ruhig.
Genau solche Plätze lieben wir auf unseren Reisen.
Fernab vom Massentourismus, mitten in der Natur und mit einer Aussicht, die man so schnell nicht vergisst.
Drohnenflug am Morgen
Am nächsten Morgen wurden wir mit bestem Wetter belohnt.
Noch bevor die ersten Wanderer unterwegs waren, startete die Drohne.
Aus der Luft zeigte sich die Landschaft rund um Riglos von ihrer spektakulärsten Seite.
Die mächtigen Mallos de Riglos ragten wie riesige Türme aus der Landschaft empor und das kleine Dorf wirkte daneben fast winzig.
Auch zahlreiche Geier waren bereits unterwegs und kreisten über den Felsen.
Für uns gehören diese Aufnahmen zu den schönsten Drohnenbildern der gesamten Reise.
Dorf Riglos entdecken
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg durch das kleine Bergdorf Riglos.
Der Ort besitzt heute nur noch rund 50 Einwohner und liegt direkt am Fuß der berühmten Mallos de Riglos.
Schon beim Spaziergang durch die engen Gassen spürt man die besondere Atmosphäre.
Die alten Häuser, die ruhige Umgebung und die gewaltigen Felswände im Hintergrund machen Riglos zu einem Ort, an dem man gerne länger bleiben würde.
Solche kleinen spanischen Dörfer haben für uns einen ganz besonderen Charme.
Hier scheint die Zeit deutlich langsamer zu laufen.
Mallos de Riglos & Kletterer
Die eigentliche Hauptattraktion von Riglos sind die Mallos de Riglos.
Die roten Felsformationen ragen über 300 Meter senkrecht in den Himmel und zählen zu den bekanntesten Klettergebieten Spaniens.
Schon von weitem konnten wir zahlreiche Kletterer an den Wänden entdecken.
Mit dem Fernglas wurde erst sichtbar, wie viele Menschen tatsächlich in den steilen Felsen unterwegs waren.
Für uns wäre das definitiv nichts.
Trotzdem war es faszinierend zu beobachten, wie die Sportler Meter für Meter nach oben kletterten.
Die Kombination aus Natur, Abenteuer und spektakulären Ausblicken macht diesen Ort einzigartig.
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Weiterfahrt Richtung Küste
Nach unserem Besuch in Riglos setzten wir unsere Reise fort.
Langsam näherten wir uns der spanischen Mittelmeerküste.
Die Landschaft veränderte sich erneut und die Vorfreude auf die kommenden Tage stieg immer weiter.
Denn schon bald sollten wir das Meer erreichen.
Stellplatz in Els Guiamets
Am Abend erreichten wir schließlich Els Guiamets.
Hier fanden wir einen ruhigen Stellplatz und ließen den Tag entspannt ausklingen.
Während die Sonne langsam unterging, blickten wir auf einen Tag zurück, der morgens noch völlig anders begonnen hatte.
Aus dichtem Nebel waren spektakuläre Landschaften geworden.
Und aus einer einfachen Fahrt durch die Wüste wurden unvergessliche Begegnungen mit Gänsegeiern.
Fazit
Der zweite Teil unserer Spanienreise zeigte einmal mehr, warum wir Nordspanien so faszinierend finden.
Die Bardenas Reales, die riesigen Gänsegeier, das Bergdorf Riglos und die beeindruckenden Mallos de Riglos machten diesen Tag zu einem echten Highlight unserer Reise.
Wer Spanien mit dem Wohnmobil abseits der bekannten Küsten entdecken möchte, findet hier eine Region voller Natur, Ruhe und außergewöhnlicher Landschaften.
Und das Beste:
Die Reise hat gerade erst begonnen.
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