Endlich sehen wir die Wale in Húsavík & besuchen den Goðafoss! 🐋 – Island 🇮🇸 Camper Roadtrip
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Island Camper Roadtrip – Endlich Wale in Húsavík & der mächtige Goðafoss
Manche Erlebnisse auf Reisen kann man nicht planen. Man kann sie hoffen, sich wünschen und immer wieder versuchen. Doch am Ende entscheidet die Natur selbst, ob sie einem diesen besonderen Moment schenkt.
Genau so ging es uns bei unserem Traum, Wale in freier Wildbahn zu sehen.
Bereits seit vier Jahren versuchen wir bei unseren Reisen nach Norwegen und Island, Wale aus nächster Nähe zu erleben. Mehrfach standen wir auf Booten, blickten gespannt über das Meer und hofften auf den entscheidenden Moment. Doch jedes Mal gingen wir leer aus.
In Húsavík, der Walhauptstadt Islands, sollte sich das endlich ändern.
Inhaltsverzeichnis
- Húsavík und die Hoffnung auf die erste Walsafari
- Mit dem RIB-Boot hinaus aufs offene Meer
- Zwei Stunden voller Spannung – und keine Wale
- Goðafoss – der Wasserfall der Götter
- Campingplatz 66.12 North und Polarlichter
- Nächste Runde, nächste Chance
- Nach vier Jahren endlich Wale aus nächster Nähe
- Fazit unseres Reisetages
Húsavík und die Hoffnung auf die erste Walsafari
Schon früh am Morgen klingelt der Wecker. Heute steht etwas auf dem Programm, auf das wir uns seit langer Zeit freuen.
Eine Walsafari bei Gentle Giants in Húsavík.
Nach dem Sturm der vergangenen Nacht sind wir allerdings unsicher, ob die Tour überhaupt stattfinden wird. Der Wind hatte ordentlich aufgefrischt und auf Island weiß man nie, wie schnell sich das Wetter ändern kann.
Als wir Húsavík erreichen, sieht die Situation jedoch deutlich besser aus. Das Meer wirkt ruhig und die ersten Boote verlassen bereits den Hafen.
Langsam steigt die Vorfreude.
Am Ticketcenter von Gentle Giants erhalten wir unsere Unterlagen und kurze Zeit später bekommen wir die dicken Schutzanzüge für die Fahrt.
Nun gibt es kein Zurück mehr.
Unser RIB-Boot wartet bereits im Hafen.
Während wir die Spezialanzüge anziehen, sehen wir aus wie kleine Astronauten. Doch genau diese Kleidung schützt vor Wind, Spritzwasser und den teilweise kühlen Temperaturen auf dem Meer.
Nach vier Jahren Warten sitzen wir endlich auf einem Walbeobachtungsboot.

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Mit dem RIB-Boot hinaus aufs offene Meer
Kurz darauf verlässt das RIB-Boot den Hafen von Húsavík.
Sofort steigt die Spannung an Bord.
Die schnellen Boote sind ein echtes Erlebnis. Immer wieder springt das Boot über die Wellen und vermittelt das Gefühl von Freiheit und Abenteuer.
Während die Küste langsam kleiner wird, richten sich alle Blicke auf den Horizont.
Hier draußen sollen die Chancen auf Walsichtungen bei rund 99 Prozent liegen.
Eine beeindruckende Zahl.
Mit Vollgas geht es immer weiter hinaus aufs offene Meer.
Jeder Ausschau haltend.
Jeder voller Hoffnung.
Und jeder gespannt auf den Moment, wenn die erste Rückenflosse durch die Wasseroberfläche bricht.
Zwei Stunden voller Spannung – und keine Wale
Doch die Natur hält sich nicht an Wahrscheinlichkeiten.
Nach fast zwei Stunden auf dem Meer haben wir noch immer keinen einzigen Wal gesehen.
Langsam wird es still auf dem Boot.
Die anfängliche Euphorie weicht der Enttäuschung.
Schließlich dreht das Boot um und macht sich auf den Rückweg nach Húsavík.
Natürlich sind wir enttäuscht.
Doch genau das macht Naturerlebnisse aus. Es gibt keine Garantie und keine Show. Tiere leben nach ihren eigenen Regeln.
Noch bevor wir den Hafen erreichen, bekommen wir jedoch eine überraschende Nachricht.
Für alle Gäste liegen Freikarten bereit.
Diese können für eine weitere Tour genutzt werden.
Plötzlich keimt wieder Hoffnung auf.
Goðafoss – der Wasserfall der Götter
Da wir noch einen ganzen Nachmittag vor uns haben, entscheiden wir uns spontan für einen Besuch am berühmten Goðafoss.
Der Wasserfall gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Nordislands.
Schon beim Eintreffen fällt uns auf, wie ruhig es hier heute ist.
Perfekte Bedingungen für einen entspannten Spaziergang.
Der Name Goðafoss bedeutet übersetzt „Wasserfall der Götter“. Der Legende nach soll hier um das Jahr 1000 der Gesetzessprecher Islands seine heidnischen Götterstatuen in den Fluss geworfen haben, nachdem Island offiziell das Christentum angenommen hatte.
Der Wasserfall selbst ist etwa 30 Meter breit und rund 12 Meter hoch.
Besonders beeindruckend ist seine hufeisenförmige Form, die ihn aus nahezu jedem Blickwinkel anders wirken lässt.
Je nach Wetter, Licht und Wasserstand zeigt sich der Goðafoss immer wieder von einer neuen Seite.
Für uns ist er einer der schönsten Wasserfälle im Norden Islands.
Campingplatz 66.12 North und Polarlichter
Am späten Nachmittag erreichen wir den Campingplatz 66.12 North.
Schon bei der Ankunft fühlen wir uns willkommen.
Der Platz liegt direkt an der Küste und bietet einen fantastischen Blick auf das Meer.
Genau solche Orte lieben wir auf unseren Reisen.
Während die Sonne langsam verschwindet, kommt der Betreiber des Campingplatzes vorbei und informiert alle Gäste über eine mögliche Polarlichtaktivität.
Natürlich werden sofort Kameras aufgebaut und warme Kleidung angezogen.
Und tatsächlich.
Später am Abend erscheinen leichte Polarlichter am Himmel.
Kein spektakulärer Sturm aus Farben, aber genug, um diesen ohnehin besonderen Tag perfekt abzurunden.
Nächste Runde, nächste Chance
Am nächsten Morgen heißt es erneut früh aufstehen.
Die große Frage lautet:
Bekommen wir überhaupt einen Platz auf dem Boot?
Die Freikarten sind zwar gültig, allerdings nur solange noch freie Plätze verfügbar sind.
Zum Glück haben wir Glück.
Kurzfristig werden Plätze frei und wir dürfen erneut mitfahren.
Diesmal steigt die Spannung noch einmal deutlich stärker an.
Schließlich ist dies unsere letzte Chance.
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Nach vier Jahren endlich Wale aus nächster Nähe
Kaum sind wir auf dem Meer, verändert sich die Stimmung.
Plötzlich tauchen Wale auf.
Alles geht unglaublich schnell.
So schnell sogar, dass wir kaum Zeit haben, die Kameras richtig auszurichten.
Doch diesmal spielt das keine Rolle.
Wir genießen einfach den Moment.
Die Wale tauchen immer wieder auf und verschwinden anschließend in den Tiefen des Nordatlantiks.
Nach vier Jahren und insgesamt fünf Versuchen dürfen wir dieses Erlebnis endlich genießen.
Ein Augenblick, der uns lange in Erinnerung bleiben wird.
Manchmal braucht es Geduld.
Manchmal auch mehrere Anläufe.
Doch genau deshalb fühlen sich solche Momente am Ende so besonders an.
Fazit unseres Reisetages
Dieser Tag zeigt einmal mehr, warum wir Island so lieben.
Enttäuschung und Freude liegen oft nur wenige Stunden auseinander.
Die erfolglose Walsafari, der beeindruckende Goðafoss, Polarlichter am Abend und schließlich die Begegnung mit den Walen machen diesen Reisetag zu einem der emotionalsten unserer gesamten Islandreise.
Nach vier Jahren und fünf Versuchen hat es endlich geklappt.
Und genau deshalb werden wir diesen Tag niemals vergessen.
🎥 Hier geht's zum passenden YouTube-Video:
👉 Das Video findet ihr auf unserem YouTube-Kanal Wickie On Tour.
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