Fantastische Fahrt durch die Westfjorde, Hvítserkur & stille Seiten Island - Island Camper Roadtrip

Island Camper Roadtrip - Westfjorde, Hvítserkur & Islands stille Seite

Nach einer wunderschönen Nacht mit Polarlichtern geht unsere Reise durch Island weiter. Wir verlassen langsam die Westfjorde und machen uns mit dem Wohnmobil auf den Weg in Richtung Norden. Vor uns liegt ein Fahrtag voller Gegensätze: einsame Straßen, weite Landschaften, Wale in der Ferne, ein nachdenklicher Moment in der Natur und einer der bekanntesten Küstenorte Islands – der Hvítserkur.

Dieser Tag zeigt uns Island nicht nur von seiner beeindruckenden und schönen Seite, sondern auch von seiner stillen, ehrlichen und manchmal traurigen Seite. Genau solche Momente machen einen Roadtrip durch Island so besonders.


   Inhaltsverzeichnis


Weiterfahrt durch die Westfjorde

Nach der ruhigen Nacht geht es für uns weiter durch die Westfjorde Islands. Diese Region fühlt sich anders an als viele bekannte Orte im Süden der Insel. Hier ist alles weiter, leerer und ursprünglicher. Die Straßen ziehen sich durch raue Landschaften, vorbei an Fjorden, Bergen und einsamen Küstenabschnitten.

Mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein, bedeutet hier vor allem: Zeit mitbringen. Die Strecken sind lang, die Straßen teilweise schmal und immer wieder merkt man, dass Island Aufmerksamkeit fordert. Doch genau das macht diese Fahrt so besonders. Man fährt nicht einfach von einem Ziel zum nächsten, sondern erlebt jeden Kilometer bewusst.

Immer wieder halten wir an, schauen über das Meer und genießen diese besondere Ruhe. Kein dichter Verkehr, keine Hektik, keine großen Menschenmengen. Nur Island, unser Camper und diese endlose Weite.


Die stille, nachdenkliche Seite Islands

Unterwegs zeigt uns Island auch seine traurige Seite. Wir entdecken einen gestrandeten Wal. Ein Moment, der uns sofort still werden lässt. So etwas zu sehen, ist nicht leicht. Es erinnert daran, dass Natur nicht nur schön, gewaltig und beeindruckend ist, sondern manchmal auch hart und schwer zu begreifen.

Solche Augenblicke gehören zu einer Reise durch wilde Natur dazu. Island ist kein inszenierter Erlebnispark. Island ist echt. Hier erlebt man Schönheit, Kraft, Wetter, Stille und manchmal auch Momente, die nachdenklich machen.

Wir bleiben kurz stehen, nehmen diesen Moment wahr und fahren dann weiter. Nicht, weil es uns egal ist, sondern weil eine Reise weitergeht. Der Eindruck bleibt trotzdem im Kopf und begleitet uns noch eine ganze Weile.


Wale in der Ferne

Ein Stück weiter ändert sich die Stimmung wieder. Draußen auf dem Meer entdecken wir lebendige Wale. Erst sind es nur kleine Bewegungen in der Ferne, dann sehen wir die typischen Fontänen über dem Wasser.

Nach dem traurigen Moment zuvor fühlt sich diese Begegnung besonders an. Wir bleiben eine ganze Weile stehen und beobachten die Tiere in Ruhe. Es sind keine spektakulären Nahaufnahmen, sondern stille Augenblicke in der Ferne. Aber gerade das passt zu diesem Tag.

Island schenkt einem oft keine perfekten Momente auf Knopfdruck. Man muss warten, schauen und Geduld haben. Und manchmal reicht schon ein kurzer Blick aufs Meer, um etwas Besonderes zu erleben.


Fahrt zum Hvítserkur

Unsere Route führt uns weiter zum Hvítserkur, einer bekannten Basaltfelsformation an der Nordküste Islands. Schon der Weg dorthin ist ein kleines Abenteuer. Die Straßen werden ruhiger, die Landschaft offener und irgendwann geht es steil hinunter in Richtung Küste.

Der Schotterweg nach unten sorgt kurz für Spannung. Mit dem Camper denkt man automatisch darüber nach, ob man später auch wieder problemlos nach oben kommt. Doch genau solche kleinen Unsicherheiten gehören zu einem Roadtrip durch Island dazu.

Unten angekommen zeigt sich schnell, warum dieser Ort so bekannt ist. Die Küste wirkt rau, still und kraftvoll. Der Hvítserkur steht markant im Wasser und wirkt je nach Blickwinkel wie ein Elefant, ein Troll oder eine versteinerte Figur aus einer alten isländischen Sage.

Die etwa 15 Meter hohe Basaltformation zählt zu den bekanntesten Naturwundern Nordislands. Wind, Wetter und die Kraft des Meeres haben den Felsen über Jahrtausende geformt. Für viele Reisende gehört der Hvítserkur zu den schönsten Fotomotiven des Landes.


Und wieder sehen wir Wale

Auch am Hvítserkur haben wir wieder Glück. Vor der Küste entdecken wir erneut Wale. Wieder sind sie nicht direkt vor uns, aber deutlich genug, um diesen Moment zu genießen.

Es ist genau diese Mischung, die Island für uns so besonders macht. Man fährt zu einem bekannten Naturort und bekommt zusätzlich ein Erlebnis, mit dem man gar nicht gerechnet hat. Die Wale draußen auf dem Wasser, die raue Küste und der besondere Felsen ergeben zusammen eine Atmosphäre, die man nicht planen kann.

Wir bleiben stehen, schauen hinaus aufs Meer und genießen einfach diesen Moment. Kein Stress, kein schneller Haken auf einer Liste. Nur beobachten, staunen und dankbar sein.


Hvítserkur & Küstenatmosphäre

Der Hvítserkur gehört zu den bekanntesten Naturmotiven im Norden Islands. Die Basaltformation ragt aus dem Wasser und wirkt fast unwirklich. Viele sehen darin einen Elefanten, andere einen Troll, der zu Stein geworden ist.

Besonders spannend ist die Umgebung. Je nach Wetter, Licht und Wasserstand verändert sich die Stimmung komplett. Mal wirkt der Ort mystisch, mal rau und manchmal einfach nur still. Genau diese Küstenatmosphäre gefällt uns besonders.

Für uns ist der Hvítserkur kein Ort, den man nur kurz fotografiert und wieder verlässt. Man sollte sich hier etwas Zeit nehmen, die Küste beobachten und einfach wirken lassen, wie stark diese Landschaft ist.

                    

Grettislaug Campsite in Reykhólar

Am Abend erreichen wir die Grettislaug Campsite. Der Campingplatz ist sehr ruhig, kaum etwas ist los und wir dürfen mitten auf der Wiese stehen. Nach einem langen Fahrtag ist genau das perfekt.

Solche Plätze mögen wir besonders. Kein großer Trubel, keine volle Anlage, sondern einfach ein ruhiger Ort, an dem man ankommen kann. Nach den vielen Eindrücken des Tages tut diese Ruhe richtig gut.

Wir stellen den Camper ab, lassen den Tag langsam ausklingen und genießen die besondere Atmosphäre. Gerade auf Island sind solche einfachen Übernachtungsplätze oft genau das, was eine Reise mit dem Wohnmobil so schön macht.

                   

Leichte Polarlichter zum Tagesabschluss

Als es langsam dunkel wird, zeigt sich Island noch einmal von seiner magischen Seite. Am Himmel erscheinen leichte Polarlichter. Nicht extrem stark, aber deutlich genug, um diesen Tag besonders ausklingen zu lassen.

Nach all den Eindrücken – der langen Fahrt, dem gestrandeten Wal, den Walen im Meer, dem Hvítserkur und der stillen Küstenlandschaft – ist dieses Licht am Himmel ein ruhiger Abschluss.

Wir stehen mitten auf der Wiese, schauen nach oben und beenden diesen Reisetag mit einem Gefühl von Dankbarkeit. Island ist nicht immer einfach, aber genau deshalb bleibt es so intensiv in Erinnerung.

                    

Unser Fazit zu Island Roadtrip

Dieser Reisetag war kein klassischer Highlight-Tag mit nur schönen Bildern. Es war ein Tag voller Gegensätze. Die Westfjorde zeigten sich ruhig, weit und beeindruckend, aber auch ehrlich und nachdenklich.

Der gestrandete Wal war ein trauriger Moment, die Wale in der Ferne dagegen ein kleines Geschenk. Der Hvítserkur beeindruckte mit seiner besonderen Küstenatmosphäre und die Fahrt über die Hochebene zeigte wieder einmal, warum Island ein Traumziel für Camper und Roadtrip-Fans ist.

Für uns war dieser Tag genau deshalb so besonders: Er war echt. Nicht perfekt, nicht inszeniert, sondern ein Stück Island, wie man es unterwegs erlebt.


🎥 Hier geht's zum passenden YouTube-Video

👉 Das Video findet ihr auf unserem YouTube-Kanal Wickie On Tour.


Weitere Island-Abenteuer

Wenn euch dieser Teil gefallen hat, schaut euch auch die weiteren Beiträge unserer Island-Reihe an. Dort nehmen wir euch mit zu Wasserfällen, Gletschern, Vulkanlandschaften, heißen Quellen und weiteren besonderen Orten auf Island.

➡️ Mehr Reiseberichte findet ihr auf WickieOnTour.com.

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